Vergleich »Bildnis Wally«
Mit einem Vergleich endete am Mittwoch ein jahrelanger Rechtsstreit
um ein Gemälde des österreichischen Expressionisten Egon
Schiele (1890 bis 1918) zwischen dem Wiener Leopold-Museum und den
Erben der jüdischen Kunsthändlerin Lea Bondi. Das Museum
zahlt für Schieles »Bildnis Wally« 19 Millionen
Dollar an die Nachfahren der Wiener Galeristin, wie ein New Yorker
Gericht mitteilte. Bondi war in der Nazizeit zum Verkauf gezwungen
worden. 1954 landete das Bild, das Schieles Geliebte Valerie
»Wally« Neuzil zeigt, über Umwegen wieder im
Besitz der Leopold-Museum Privatstiftung. 1997 wurde es an das New
Yorker Museum of Modern Art verliehen und auf Hinweis der
Bondi-Erben von den US-Behörden beschlagnahmt. Seitdem tobte
der Rechtsstreit. (AFP/jW)
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