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Rechtsrock in Thüringen

Erfurt. Am kommenden Samstag werden in Thüringen gleich zwei Rechtsrockveranstaltungen stattfinden. Das teilte Katharina König, Sprecherin für Jugendpolitik und Antifa der Linksfrakion im Thüringer Landtag, am Dienstag mit. Die Veranstaltungen seien für Hildburghausen und den »Raum Pößneck« angekündigt, so König. »Derartige Rechtsrockveranstaltungen dienen der niedrigschwelligen Mobilisierung von Jugendlichen im vorpolitischen und subkulturellen Raum. Thüringen entwickelt sich zunehmend zum Magneten für neonazistische Musikveranstaltungen über die Landesgrenzen hinweg«, erklärte die Politkerin. Insbesondere in Regionen mit wenig alternativen Angeboten für Jugendliche und junge Erwachsene bestehe diese Gefahr. Den Angaben zufolge soll auf dem Marktplatz im südthüringischen Hildburghausen zudem der ehemalige NPD-Parteivorsitzenden Günter Deckert sprechen. Hinter der Veranstaltung stehe des fremdenfeindliche »Bündnis – Zukunft – Hildburghausen« um den vorbestraften Neonazi Tommy Frenck. Unter dem Kundgebungsmotto »Wir wollen keine Asylantenheime« wollen die Rechten hier an ausländerfeindlichen Ressentiments anknüpfen, welche nicht nur bei Neonazis verbreitet sind, so König. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2010, Seite 15, Antifaschismus

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