Zum Inhalt der Seite

Proteste von Textilarbeitern

Dhaka. In Bangladesch haben mehr als hunderttausend Textilarbeiter am Montag erneut gegen niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen protestiert. Die Polizei feuerte nach eigenen Angaben Tränengas und Gummigeschosse in die Menge. Der Mindestlohn für Textilarbeiter in Bangladesch liegt bei 1662,50 Taka im Monat, das sind umgerechnet 20 Euro. Damit ist Bangladesch weltweit eines der billigsten Länder für die Produktion von Kleidung. 2,5 Millionen Menschen arbeiten in der Textilbranche. Die Arbeiter fordern eine Erhöhung auf 5000 Taka im Monat. Die Regierung hatte Ende April eine »deutliche« Erhöhung des Mindestlohns im Sommer angekündigt. Die genaue Höhe soll eine Kommission aus Vertretern von Gewerkschaften, Herstellern und Experten vorschlagen. (apn/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 22.06.2010, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!