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Trotz Verbot: Lehrer streiken

Kiel. Aus Protest gegen Kürzungen im Bildungssektor und längere Arbeitszeiten haben am Donnerstag in Schleswig-Holstein trotz Verbots erstmals auch verbeamtete Lehrer gestreikt. Landesweit hätten rund 3500 Pädagogen ihre Arbeit niedergelegt, sagte Bernd Schauer von der Gewerkschaft GEW. An den Kundgebungen und Protestmärschen in 20 Städten und Gemeinden des Landes hätten sich noch weit mehr Menschen beteiligt. Der Protest richtet sich gegen die erhöhte Pflichtstundenzahl für Lehrer an Regional- und Gemeinschaftsschulen. Zudem wolle die Gewerkschaft angesichts der geplanten Streichung von 3650 Lehrerstellen bis 2020 ein »Zeichen gegen Bildungsabbau setzen«. Schleswig-Holsteins Bildungsministerium hatte die Teilnahme von verbeamteten Lehrern am Streik als rechtswidrig kritisiert. Teilnehmer müssten mit »disziplinarischen Konsequenzen und Besoldungsabzügen« rechnen, sagte ein Ministeriumssprecher.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2010, Seite 1, Inland

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