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Studie: Energiemultis stärker gefördert

Hamburg. Der Abbau von Kohle und die Energiegewinnung daraus wird in Deutschland einer Studie zufolge deutlich stärker gefördert als von der Regierung zugegeben. Allein im Jahr 2008 hätten die Subventionen und Vergünstigungen für Stein- und Braunkohle 12,8 Milliarden Euro betragen, ergab die am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) für die Umweltschutzorganisation Greenpeace. In ihrem Subventionsbericht habe die Regierung aber nur 1,9 Milliarden Euro ausgewiesen. Die deutlich geringeren Zahlen ergäben sich aus deren äußerst eng gefaßtem Subventionsbegriff, kritisierte Greenpeace. Unterschlagen würden Steuervergünstigungen, die Befreiung von bestimmten Abgaben sowie Regelungen, wie etwa die kostenlose Zuteilung von Verschmutzungsrechten für den Ausstoß des Klimagases Kohlenstoffdioxid (CO2). Neben diesen Absatzhilfen gebe es aber noch direkte Zahlungen wie etwa die Forschungsförderung für Kraftwerkstechnik oder für die Abspaltung von CO2. Die gesamten Kohlesubventionen von 1950 bis 2008 beziffern Greenpeace und das FÖS auf 432 Milliarden Euro.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2010, Seite 5, Inland

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