-
04.06.2010
- → Feuilleton
Pocahontas in Öl
Die Schauspielerin Q’orianka Kilcher hat sich am Dienstag an
einen Zaun vor dem Weißen Haus gekettet und von ihrer Mutter
mit einer schwarzen Flüssigkeit übergießen lassen,
wie die Polizei in Washington mitteilte. Die beiden Frauen
protestierten gegen den Besuch des peruanischen Präsidenten
Alán García Pérez in der US-Hauptstadt. Seine
Regierung habe Land an Ölfirmen verkauft. Kilchers Vater ist
peruanischer Indianer. Nach Auskunft ihrer Agentin Carlyne Grager
unterstützt sie Indianer in der ganzen Welt. Bekannt wurde
Kilcher als Indianerin Pocahontas in dem Film »The New
World« von 2005. Bei den Dreharbeiten war sie 14 (die
historische Pocahontas war 1607 etwa zwölf). Klaus Theweleit
hat den Film etwas überzogen als »kolonialistischen
Softporno« bezeichnet. Q’orianka bedeutet in der
Sprache des Vaters »Goldener Adler«. Geboren wurde
Kilcher in einem Weiler im südlichen Schwarzwald. Ihre
Kindheit verbrachte sie auf Hawaii, heute wohnt sie mit Mutter und
Bruder in L.A., der Vater kommt alle vier bis fünf Jahre aus
Peru zu Besuch. (apn/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
