Zum Inhalt der Seite

Pocahontas in Öl

Die Schauspielerin Q’orianka Kilcher hat sich am Dienstag an einen Zaun vor dem Weißen Haus gekettet und von ihrer Mutter mit einer schwarzen Flüssigkeit übergießen lassen, wie die Polizei in Washington mitteilte. Die beiden Frauen protestierten gegen den Besuch des peruanischen Präsidenten Alán García Pérez in der US-Hauptstadt. Seine Regierung habe Land an Ölfirmen verkauft. Kilchers Vater ist peruanischer Indianer. Nach Auskunft ihrer Agentin Carlyne Grager unterstützt sie Indianer in der ganzen Welt. Bekannt wurde Kilcher als Indianerin Pocahontas in dem Film »The New World« von 2005. Bei den Dreharbeiten war sie 14 (die historische Pocahontas war 1607 etwa zwölf). Klaus Theweleit hat den Film etwas überzogen als »kolonialistischen Softporno« bezeichnet. Q’orianka bedeutet in der Sprache des Vaters »Goldener Adler«. Geboren wurde Kilcher in einem Weiler im südlichen Schwarzwald. Ihre Kindheit verbrachte sie auf Hawaii, heute wohnt sie mit Mutter und Bruder in L.A., der Vater kommt alle vier bis fünf Jahre aus Peru zu Besuch. (apn/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!