Zum Inhalt der Seite

Sir Juckreiz

Es hat mich gejuckt, das mal im Weißen Haus zu spielen«, sagte Paul McCartney am Mittwoch abend. Im Beisein der First Lady hatte er den Beatles-Klassiker »Michelle« vorgetragen. Der 67jährige Brite erhielt im Rahmen eines Galaabends den Gershwin-Preis für sein Lebenswerk. Sein Talent habe »Milliarden Menschen berührt«, erklärte Barack Obama. Es sei kaum faßbar, daß fast ein halbes Jahrhundert vergangen sei, seit »vier Jungs aus Liverpool bei uns ankamen und über Nacht alles änderten«. Der Präsident erwähnte »Freunde in einem anderen Teil des Landes, der auch ein reiches musikalisches Erbe hat«, und meinte New Orleans. Die Menschen am Golf von Mexiko »kämpfen mit etwas, das wir noch nicht kannten, das ist herzzerreißend«. Aber »Musik kann helfen, die schweren Zeiten zu überstehen«. Der Gershwin-Preisträger sang »Eleanor Rigby«, »Let It Be«, »Hey Jude« und andere Lennon/McCartney-Klassiker. Dann gab er dem Präsidenten das Kompliment mit der Zahl zurück: »Sie sollten doch wissen, daß Milliarden Menschen Sie unterstützen, und wir wissen, daß Sie es schaffen werden«. Der Mitveranstalter und Komiker Jerry Seinfeld war hin und weg: »Sir Paul, Sie haben einige der schönsten Lieder geschrieben, die je ein Mensch auf der Welt gehört hat.« Stevie Wonder steuerte eine wilde Interpretation von »We Can Work It Out« bei und sang im Duett mit McCartney »Ebony and Ivory«. Country-Sternchen Faith Hill begab sich auf die »Long and Winding Road«. Elvis Costello spielte »Penny Lane«. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!