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04.06.2010
- → Feuilleton
Sir Juckreiz
Es hat mich gejuckt, das mal im Weißen Haus zu
spielen«, sagte Paul McCartney am Mittwoch abend. Im Beisein
der First Lady hatte er den Beatles-Klassiker
»Michelle« vorgetragen. Der 67jährige Brite
erhielt im Rahmen eines Galaabends den Gershwin-Preis für sein
Lebenswerk. Sein Talent habe »Milliarden Menschen
berührt«, erklärte Barack Obama. Es sei kaum
faßbar, daß fast ein halbes Jahrhundert vergangen sei,
seit »vier Jungs aus Liverpool bei uns ankamen und über
Nacht alles änderten«. Der Präsident erwähnte
»Freunde in einem anderen Teil des Landes, der auch ein
reiches musikalisches Erbe hat«, und meinte New Orleans. Die
Menschen am Golf von Mexiko »kämpfen mit etwas, das wir
noch nicht kannten, das ist herzzerreißend«. Aber
»Musik kann helfen, die schweren Zeiten zu
überstehen«. Der Gershwin-Preisträger sang
»Eleanor Rigby«, »Let It Be«, »Hey
Jude« und andere Lennon/McCartney-Klassiker. Dann gab er dem
Präsidenten das Kompliment mit der Zahl zurück:
»Sie sollten doch wissen, daß Milliarden Menschen Sie
unterstützen, und wir wissen, daß Sie es schaffen
werden«. Der Mitveranstalter und Komiker Jerry Seinfeld war
hin und weg: »Sir Paul, Sie haben einige der schönsten
Lieder geschrieben, die je ein Mensch auf der Welt gehört
hat.« Stevie Wonder steuerte eine wilde Interpretation von
»We Can Work It Out« bei und sang im Duett mit
McCartney »Ebony and Ivory«. Country-Sternchen Faith
Hill begab sich auf die »Long and Winding Road«. Elvis
Costello spielte »Penny Lane«. (AFP/jW)
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