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Peymanns Notstand

Mit gewohnt verbalradikalen Vorschlägen mischt sich Theaterintendant Claus Peymann in die sogenannte Haushaltssanierung ein. Angesichts der gigantischen Staatsverschuldung »brauchen wir ein völlig neues Denken, nennen wir das ruhig: echte Notstandsgesetze«, sagt Peymann im neuen stern. »Die Verkleinerung des Bundestags wäre ein erster Schritt.« Der Intendant des Berliner Ensembles forderte außerdem die Halbierung der Anzahl der Bundesländer von 16 auf acht. Und natürlich müsse die Bundeswehr raus aus Afghanistan, »und alle anderen auf den Weltmeeren herumdümpelnden Patrouillenboote müssen heim zu Muttern«. Ärzte sollten nach Ansicht des Theatermannes ein Grundgehalt bekommen, »bleiben die Patienten krank, gibt’s kein Geld mehr«. Mit dem so gesparten Geld könne dann »in Deutschlands Zukunft investiert werden: Der Kulturetat wird verzehnfacht«. (ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.06.2010, Seite 12, Feuilleton

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