-
05.05.2010
- → Feuilleton
Glotze aus
Was wir schon immer ahnten, haben kanadische Forscher der
Universität Montreal jetzt wissenschaftlich untermauert:
Fernsehen ist für Kinder schädlich. Gesundheit, Geist und
die soziale Entwicklung der Kleinen leiden unter übertriebenem
Fernsehkonsum, warnen die Wissenschaftler in einer am Montag in
Montreal veröffentlichten Studie. Ein knapp
zweieinhalbjähriges Kind, das eine Stunde mehr fernsieht, als
die US-Gesundheitsbehörden empfehlen, muß später
mit schwächeren schulischen Leistungen, mathematischen
Fähigkeiten und sportlichen Aktivitäten rechnen. Es werde
öfter von Klassenkameraden geärgert, nehme mehr
gezuckerte Getränke und Süßigkeiten zu sich und
habe schon im Alter von zehn Jahren mehr Körperfett
angesammelt als die Gleichaltrigen, heißt es. Auf
Lesefertigkeiten habe der Fernsehkonsum keinen nachweisbaren
Einfluß, fügten die Forscher hinzu. Sie hatten mehr als
1300 Kinder beobachtet. Der US-Kinderärzteverband empfiehlt,
daß Kleinkinder gar nicht fernsehen sollten und Kinder
über zwei Jahre weniger als zwei Stunden pro Tag. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
