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Frequenz besetzt

Der Deutsche Bühnenverein fordert von der Bundesnetzagentur einen sofortigen Stopp der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen. Der unter anderem betroffene Bereich 790–862 Megahertz werde von vielen Kultur- und Konferenzveranstaltern für drahtlose Mikrofonanlagen genutzt, teilte der Bühnenverein am Dienstag in Köln mit. Eine parallele Nutzung sei nicht möglich. Zwar seien für die Mikroportanlagen auch andere Frequenzen möglich, doch dies erfordere eine teure Umrüstung, die für »ein kleineres Dreispartenhaus« vermutlich rund 300000 Euro kosten. Laut Bühnenverein hat die Bundesregierung den Ländern zwar zugesichert, unter bestimmten Bedingungen einen Teil der Umrüstungskosten zu übernehmen. Die vom Bund angesetzten Kriterien führten aber nur in Einzelfällen zu einer minimalen Erstattung. Nach Schätzung des Bühnenvereins wird die neue Frequenzzuordnung die Kulturbranche mehrere hundert Millionen Euro kosten.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2010, Seite 12, Feuilleton

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