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IEA sieht Ölpreis als Konjunkturrisiko

Paris. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Vorhersage für die Ölnachfrage in diesem Jahr erneut nach oben korrigiert. Sie werde im Vergleich zum Rezessionsjahr 2009 um 1,8 Prozent auf 86,6 Millionen Barrel pro Tag wachsen, teilte die Agentur am Freitag in ihrem Monatsbericht in Paris mit. Getrieben werde die Nachfrage durch Länder außerhalb der Industriestaaten in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und vor allem durch China. Die Volksrepublik stehe allein für ein Drittel des Nachfragezuwachses.

An den Ölmärkten stiegen die Preise am Freitag weiter und steuerten in New York in Richtung 83 Dollar pro Barrel (Faß; 159 Liter). IEA-Chefökonom Fatih Birol forderte im Deutschlandfunk höhere Investitionen in die Ölförderung. Die IEA sehe »mit großer Sorge«, daß diese sich »auf einem niedrigeren Niveau als vor der Wirtschaftskrise« bewegten. Die wachsende Nachfrage könne deshalb wegen fehlender Kapazitäten zu einem weiteren Anstieg der Preise führen, was schließlich die wirtschaftliche Erholung beeinträchtigen könne. »Der Ölpreis ist eines der größten Risiken für die wirtschaftliche Gesundung.«
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.03.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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