-
08.02.2010
- → Feuilleton
Gefährliche Katholiken
In der katholischen Kirche hat es in den vergangenen 15 Jahren
mindestens 94 Verdachtsfälle auf Kindesmißbrauch
gegeben. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Spiegel unter
allen 27 deutschen Bistümern. Der Verdacht richtet sich dem
Bericht zufolge gegen Geistliche wie Laien. 30 von ihnen wurden
demnach in der Vergangenheit juristisch belangt und verurteilt.
Viele Fälle seien beim Bekanntwerden allerdings schon
verjährt gewesen. Aktuell stehen den Angeben zufolge
mindestens zehn Kirchendiener unter Mißbrauchsverdacht.
Für Aufsehen gesorgt hatte zuletzt ein Skandal um sexuellen
Mißbrauch an deutschen Jesuiten-Schulen, der von
Enthüllungen am Berliner Canisius-Kolleg ausging. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton