Zum Inhalt der Seite

Axt in Wuppertal

Die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger hat sich in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal gewandt, der das Theater einsparen will. »Sie sind dabei, die Axt an ein unverzichtbares Kulturgut zu legen«, heißt es in dem Brief, der mit dem richtigen Hinweis beginnt: »Der Zuschuß für die Bühnen, der in den letzten Jahren immer weiter geschrumpft ist, hat mit Sicherheit nicht zu der desaströsen Finanzlage Wuppertals geführt.« Im Mittelteil wird die Aussage des Deutschen Städtetages zitiert, daß Privatwirtschaft sich nach Krisen stabilisiert, nicht aber die »verlorene kulturelle Infrastruktur. Im Kulturbereich einmal ›abgewickelte‹ Einrichtungen und aufgelöste Netze bleiben für die Menschen verloren.« (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.12.2009, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!