-
13.11.2009
- → Inland
Linke-Abgeordnete: Körting lügt
Berlin. Die Bundestagsabgeordnete der Linken Inge Höger hat
Vorwürfe von Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD)
und Verfassungsschutzchefin Claudia Schmid zurückgewiesen,
wonach sie »linksextremistische Gewalt« rechtfertigt.
»Ich frage mich ernsthaft, welches Verhältnis der
Innensenator und die Verfassungsschutzchefin Berlins zu den
Bürgerrechten in unserem Land haben«, sagte Höger
am Donnerstag. Sie forderte beide auf, »keine weiteren
Lügen« über sie in die Welt zu setzen. Schmid hatte
am Vortag laut einem Medienbericht im Zusammenhang mit einer
aktuellen Studie über »Linksextremismus« gesagt,
es sei verheerend, wenn Politiker Gewalt rechtfertigen, wie
Höger das bei der sogenannten militanten gruppe (mg) getan
habe. Höger hatte demnach Verständnis für die
kürzlich vom Berliner Kammergericht verurteilten
mutmaßlichen Mitglieder der mg geäußert, die einen
Brandanschlag auf Fahrzeuge der Bundeswehr versucht haben sollen.
In dem gesamten Vorgehen gegen vermeintliche Angehörige der mg
sind nach Darstellung Högers die »Rechte der Betroffenen
massiv mißachtet« worden. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
