Zum Inhalt der Seite

RWE drängt auf Laufzeitverlängerung

Düsseldorf. Der Energiekonzern RWE fordert eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke. »Baugleiche Reaktoren laufen in den Niederlanden, Frankreich oder Belgien 60 Jahre und mehr, in den USA sind jetzt sogar 80 Jahre im Gespräch«, sagte RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann der Rheinischen Post. Das sei zwar nicht einfach auf Deutschland übertragbar, aber mit der derzeitigen Laufzeitbegrenzung von 32 Jahren »bleiben wir unter unseren volkswirtschaftlichen Möglichkeiten«. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, die Laufzeiten sicherer Atomkraftwerke über 2022 hinaus zu verlängern. (AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!