-
29.10.2009
- → Feuilleton
Stradis/Krise
Die für das Frühjahr im Kölner
Wallraf-Richartz-Museum geplante Ausstellung mit Arbeiten des
Instrumentenbauers Antonio Stradivari (1648–1737) muß
aus wirtschaftlichen Gründen verschoben werden. »Wegen
ihrer kurzen Laufzeit von nur 17 Tagen und der allgemeinen
Zurückhaltung der Konsumenten birgt diese Schau zur Zeit nicht
vertretbare finanzielle Unwägbarkeiten«, erklärte
am Mittwoch Kulturdezernent Georg Quander. Gemeinsam mit
Museumsdirektor Andreas Blühm habe er sich nun für eine
Verschiebung entschieden. Blühm erklärte, er hoffe, das
weltweit einmalige Projekt später doch noch realisieren zu
können, vielleicht 2011. In der Sonderausstellung
»Mythos und Musik« sollten ab 5. März mehr als 50
Streichinstrumente aus der Hand von Stradivari gezeigt werden. Noch
nie zuvor wären in einer Ausstellung so viele kostbare
Violinen, Bratschen und Celli des Meisters vereint gewesen.
Heutzutage existieren weltweit noch rund 600 Stradivari, die
jeweils bis zu sechs Millionen Euro kosten können. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
