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Preiseritis

Mit der Vergabe der Preise endete am Mittwoch abend das 18. Dokfilmfestival Neubrandenburg. Den »Latücht-Preis« des Bildungsministeriums Meck-Pomm erhielt der nach Frankreich eingewanderte Sung Jae ›Rêvo‹ Kim für seinen Film »Fleur et couteau« (Flower and Knife), eine Meditation über Taubeneier, die hinter Küchenfenstern ausgebrütet werden, und über das Leben in dieser Küche, das »unbezahlbar und kaum zu meistern« ist. Der »Preis des Marschalls der Wojewodschaft Westpommern« ging an den Israeli David Ofek für »Ha’Agada al Nicolai Ve’Hok Hasvut« (The Tale of Nicolai and the Law of Return). Hier hängt das Glück einer Rumänin an der beglaubigten Fotokopie eines Dorfschulbelegs über die Religionszugehörigkeit einer längst verstorbenen Vorfahrin. Der Preis der Stadt Neubrandenburg ging an Lutz Heineking für seinen Film »Spendensucht« über eine angeblich grassierende »Spenderitis«. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.10.2009, Seite 12, Feuilleton

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