Ukraine stoppt Werksverkauf
Kiew. Die ukrainische Regierung hat am Dienstag eine Chemiefabrik
in Odessa trotz eines Vetos des Präsidenten versteigert, den
Verkauf aber kurz darauf annulliert. Sie warf den Bietern vor, sich
abgesprochen und so den Preis künstlich nach unten getrieben
zu haben. Es war bereits der dritte Versuch, den Betrieb zu
verkaufen. Analysten reagierten irritiert und erklärten, die
Entscheidung habe dem Investitionsklima in der Ukraine geschadet.
Um den Verkauf des auf die Ammoniakproduktion spezialisierten
Betriebs im Hafen von Odessa gab es einen heftigen innenpolitischen
Streit. Staatspräsident Viktor Juschtschenko hatte versucht,
den Verkauf mit einem Dekret zu stoppen. Die Regierung von
Ministerpräsidentin Julia Timoschenko erhoffte sich hingegen
dringend benötigte Einnahmen zur Überwindung der
staatlichen Finanzkrise (jW berichtete).
(AP/jW)
(AP/jW)
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