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Gesamtmetall: erwartet Pleiten

Frankfurt/Main. Der »Arbeitgeberverband Gesamtmetall« rechnet trotz anziehender Konjunkturdaten mit Firmenpleiten und schließt Entlassungen in der Metall- und Elektroindustrie nicht aus. Die Branche sei schwer getroffen von der Krise, sagte Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser nach Angaben von Donnerstag den VDI Nachrichten. »Die Metall- und Elektroindustrie ist durch die Finanzkrise regelrecht nach unten gerissen worden.« Kannegiesser betonte, die Firmen wollten ihre Mitarbeiter möglichst lange an Bord halten und durch die Krise bringen. Ein Unternehmen könne seine Arbeitskräfte aber nicht horten. »Wenn es merkt, daß der Absatz über längere Zeit sinkt, dann hilft auch Kurzarbeit nicht mehr. Diese Entscheidung steht in vielen Unternehmen noch aus«, sagte der Gesamtmetall-Chef.

Im ersten Halbjahr 2009 sind nach seinen Angaben Auftragseingänge und Produktion im Schnitt um 30 Prozent gesunken. Die Auslastung habe aktuell mit weniger als 70 Prozent den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten erreicht. Normalerweise liege sie bei 88 Prozent. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.08.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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