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Khartum: Israel griff Sudan an

Khartum. Bei Israel zugeschriebenen Luftangriffen auf Schmugglerkonvois im Sudan sind nach Angaben der Regierung in Khartum Anfang des Jahres 119 Menschen getötet worden. Bei den Opfern handele es sich um 56 Schmuggler und 63 Flüchtlinge unter anderem aus Somalia und Äthiopien, erklärte Verteidigungsminister Abdul Rahim Hussein am Montag abend vor dem Parlament. Die sudanesische Regierung nannte damit erstmals seit den Angriffen im Januar und Februar eine konkrete Opferzahl.

Medienberichten zufolge richteten sich die Angriffe im Nordwesten des Landes gegen Waffentransporte für die Hamas im Gazastreifen. Die Behörden hatten dazu bislang lediglich erklärt, sie vermuteten die israelische Luftwaffe hinter den Angriffen. Die Regierung in Jerusalem hat entsprechende Berichte nicht zurückgewiesen. Der damalige Ministerpräsident Ehud Olmert erklärte, Israel schlage überall zu, wo es »Terroristen und ihre Infrastruktur« treffen könne. Tel Aviv betrachtet den von den USA als »Schurkenstaat« bezeichneten Sudan als wichtigen Nachschubpunkt für den Waffenschmuggel in den Gazastreifen.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.05.2009, Seite 6, Ausland

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