Zum Inhalt der Seite

Seoul: Selbstmord des Expräsidenten

Seoul. Südkoreas früherer Präsident Roh Moo Hyun hat sich am Samstag das Leben genommen. Offensichtlich, so die Agentur AP, geschah dies »aus Verzweiflung über seine Verwicklung in einen Korruptionsskandal«. Roh stürzte sich in der Nähe seines Landhauses von einer Klippe rund hundert Meter in die Tiefe. Rohs Familie stimmte am Sonntag einem Staatsbegräbnis zu. Gegen ihn wurde ermittelt, weil er während seiner Amtszeit mehr als sechs Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) von einem Geschäftsmann angenommen haben soll. Roh räumte ein, daß der Unternehmer seiner Frau eine Million Dollar gegeben hatte. Weitere fünf Millionen Dollar gingen demnach an einen Verwandten. Die Staatsanwaltschaft vermutet, daß das Geld letztlich bei Roh landete.

(AFP/AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 25.05.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!