Zum Inhalt der Seite

Großbritannien: Unterhauspräsident kündigt Rücktritt an

London. Erstmals seit mehr als 300 Jahren tritt in Großbritannien ein Parlamentspräsident auf Druck der Abgeordneten zurück. Der wegen der Spesenaffäre im Unterhaus in die Kritik geratene »Speaker« Michael Martin erklärte am Dienstag, er werde sein Amt am 21. Juni niederlegen. Damit wolle er wieder für Einigkeit unter den Abgeordneten sorgen. Noch am Tag zuvor hatte der einflußreiche Labour-Politiker einen Rücktritt abgelehnt. Martin stand unter Druck, weil er Rufe nach einer Reform der Spesen-Praxis ignoriert und versucht hat, die Veröffentlichung von Abrechnungen zu verhindern. (AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.05.2009, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!