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Weitere Warenhäuser sind bedroht

Frankfurt/Essen. Mit Arcandor steht ein weiterer Warenhaus-Konzern vor drastischen Einschnitten. Weder Entlassungen noch die Schließung von Standorten seien bei den Traditionsmarken Karstadt und Quelle mit insgesamt 52 000 Beschäftigten ausgeschlossen, sagte der neue Vorstandsvorsitzende Karl-Gerhard Eick der Bild am Sonntag. Notfalls werde man auch um staatliche Hilfen bitten. Noch am gestrigen Sonntag wollte der Vorstand dem Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung ein umfangreiches Sparpaket vorlegen.

Zuletzt hatte die Warenhauskette Woolworth Insolvenz angemeldet, rund 320 Filialen in Deutschland und Österreich und 11 000 Mitarbeiter sind davon betroffen; auch die ehemalige KarstadtQuelle-Tochter Hertie ist zahlungsunfähig.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.04.2009, Seite 1, Kapital & Arbeit

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