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Glaube und Gehör

Im zweiten Mordprozeß gegen den 69jährigen Phil Spector hat der Verteidiger des Musikproduzenten vor Gericht in L.A. gemutmaßt, daß sich ein Hauptbelastungszeuge verhört hat. Der brasilianische Fahrer Adriano De Souza hat Spector mit einer blutverschmierten Pistole in der Hand sagen hören: »Ich glaube, ich habe jemanden getötet.« Nach Angaben des Verteidigers hat sein Mandant aber gesagt: »Ich glaube, du solltest jemanden rufen.« Spector, der als Erfinder der »Wall of Sound«-Aufnahmetechnik die letzte Beatles-LP »Let it be« und das erste John-Lennon-Soloalbum »Imagine« produziert hat, ist angeklagt, die Schauspielerin Lana Clarkson erschossen zu haben. Nach Spectors Aussage hat sie sich in seiner Villa selbst getötet. Ein erster Prozeß war im September 2007 nach sechs Monaten gescheitert, weil sich die Geschworenen nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen konnten. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2009, Seite 12, Feuilleton

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