-
11.03.2009
- → Feuilleton
Optimismus
Die in Berlin verlegte Jüdische Zeitung erscheint nicht mehr.
Lutz Lorenz von der Werner Media Group, die das Periodikum nicht
weiter herausgeben wird, begründete das am Dienstag mit
»wirtschaftlichen Zwängen und abnehmenden
Werbekunden«. Es liefen Gespräche mit Verbänden und
Vereinen über eine Kofinanzierung. »Wir sind
optimistisch, daß nur zwei bis drei Ausgaben
ausfallen.« Die Jüdische Zeitung erscheint seit
September 2005 monatlich mit einer Auflage von 41000 Exemplaren.
Sie ist die einzige unabhängige jüdische Zeitung in
deutscher Sprache. Die konkurrierende Jüdische Allgemeine
Zeitung wird vom Zentralrat der Juden herausgegeben. (ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton