Politischer Pocher
» Warum heißen plötzlich alle Oliver?«
Fragte früher Wiglaf Droste. Heute scheint das nicht mehr der
Fall zu sein. Einer der letzten Olivers aus Funk und Fernsehen,
Nachname Pocher, machte im Stern eine zufällig politische,
aber öffentlich-rechtlich ambivalente Äußerung:
»In der Krise verkacken die Leute, die es einfach nicht
verdient haben«. Die Banker? Die Kleinanleger? Das
Proletariat? Eher erstere: »Was wir erleben, ist eine gesunde
Bereinigung des Marktes. Warum sollte der Staat da
eingreifen?« Selbst ist der Mann, meint Pocher, er habe schon
mit dreizehn sein eigenes Geld verdient. Und dann die messerscharfe
Gesellschaftsanalyse: »Wir leben in einer
Neidgesellschaft«. (ots/jW)
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