Die Berliner Universitäten wollen der mangelnden Integration von »leistungsstarken« Frauen im deutschen Wissenschaftssystem entgegenwirken. Sie sind zu dem Schluß gekommen, die fehlende Gleichstellung als »gravierendes Qualitäts- und Innovationsdefizit« begreifen zu wollen. Das kann man und frau auf den Internetseiten der Humboldt- und Freien Universität lesen. Die Begabungen beider Geschlechter seien notwendig, um »wissenschaftliche Exzellenz« zu fördern. Die bundesweite »Exzellenzinitiative«, ein anderes Wort für die Schaffung von Elite-Universitäten, soll nun auch von »Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards« begleitet werden. Bemerkenswerterweise konnte die letzte Gender-Teilzeitprofessur an der Freien Universität nur dadurch geschaffen werden, daß drei Politikprofessoren jeweils auf ein Drittel ihrer Stellen verzichteten. Diese Teilzeitprofessur wurde 2007 abgeschafft. (jW)
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