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Blutige Kriegsbilanz

Ankara. Entgegen allen vollmundigen Ankündigungen von der baldigen Vernichtung der Arbeiterpartei Kurdistans PKK wurde 2008 für die türkische Armee zu einem der verlustreichsten Jahre seit langem. 1328 türkische Soldaten und Polizisten sowie 158 Guerillakämpfer der PKK starben bei Kämpfen zwischen der Arbeiterpartei und dem türkischen Militär im vergangenen Jahr. Diese Bilanz legte das Hauptquartier der kurdischen Volksverteidigungskräfte zu Wochenbeginn vor. Bei 373 Militäroperationen der türkischen Armee kam es demnach zu 435 Gefechten. Die Guerilla startete ihrerseits 371 Aktionen. 59 gepanzerte Armeefahrzeuge wurden vollständig vernichtet und ein F-16 Jagdbomber abgeschossen, zwölf Kampfhubschrauber und eine weitere F-16 wurden beschädigt. Die Kämpfe gingen auch zu Jahresbeginn weiter. So beschoß ein Militärhubschrauber am Wochenende ein Dorf nahe der Kleinstadt Semdinli. Am Montag bombardierten türkische Flugzeuge und iranische Artillerie in einer abgestimmten Aktion kurdische Dörfer im Nordirak.
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.01.2009, Seite 6, Ausland

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