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Autokrise I: Toyota kürzt

Tokio. Der japanische Autohersteller Toyota will Me­dienberichten zufolge geplante Investitionen zurückfahren. Wie die Wirtschaftszeitung Nikkei am Sonntag berichtete, ist von den Kürzungen unter anderem ein Werk in China betroffen, in dem bis Ende 2009 die Produktion um 50 Prozent auf 150000 Fahrzeuge erhöht werden sollte. Toyota reagiere damit auf die weltweite Wirtschaftskrise und die derzeitige Stärke der japanischen Währung Yen, hieß es. Auch in Brasilien, Indien und Japan soll die Produktionskapazität demnach nicht weiter ausgebaut werden.

Der Bau einer Toyota-Fabrik im US-Bundesstaat Mississippi soll dem Bericht zufolge mindestens bis 2011 verschoben werden. Wie die Zeitung Mainichi Shimbun und die Nachrichtenagentur Kyodo berichteten, will Toyota zudem durch die Streichung der Bonuszahlungen im laufenden Geschäftsjahr rund eine Milliarde Yen (8,2 Millionen Euro) einsparen. Der Autobauer hat seine Produktion wegen der gesunkenen Nachfrage bereits stark heruntergefahren. Medienberichten zufolge läuft Toyota Gefahr, bis Ende März 2009 Verluste in Höhe von rund 100 Milliarden Yen einzufahren.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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