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08.12.2008
- → Feuilleton
Preise II
Der italienische Mafia-Film »Gomorrha« ist der große Gewinner bei den Europäischen Filmpreisen 2008. Der auf wahren Begebenheiten basierende Streifen über die organisierte Kriminalität in Neapel wurde am Samstag abend in Kopenhagen als bester europäischer Film des Jahres ausgezeichnet und räumte noch in vier weiteren Kategorien ab. »Gomorrha«-Regisseur Matteo Garrone erhielt ebenso eine Auszeichnung wie Hauptdarsteller Toni Servillo, der zugleich für seine Rolle in dem Film »Il Divo« über den langjährigen italienischen Regierungschef Giulio Andreotti geehrt wurde. Außerdem gewann »Gomorrha« den Preis für das beste Drehbuch und die beste Kameraführung. Die Verfilmung hatte bereits beim Festival von Cannes den zweiten Preis geholt und ist für den Oscar nominiert.
Bestseller-Autor Roberto Saviano, der die Vorlage für das Erfolgswerk lieferte, schwebt wegen seiner Recherchen im Mafiamilieu in Lebensgefahr.
Den Preis für die beste Schauspielerin vergaben die 1800 Jury-Mitglieder an Kristin Scott Thomas für ihre Hauptrolle in dem französischen Film »Il y a longtemps que je t’aime«. Den Publikumspreis bekam »Harry Potter und der Orden des Phönix«. Für ihr Lebenswerk wurde die britische Schauspielerin Judi Dench geehrt. Ein Sonderpreis ging an die dänischen Regisseure Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Sören Krag Jacobsen für ihr avantgardistisches »Dogma«-Manifest aus dem Jahr 1995. Die »Dogma«-Bewegung versteht sich als Rebellion gegen die zunehmenden Spezialeffekte in Kinofilmen.
Die in Berlin ansässige Europäische Filmakademie vergibt die Auszeichnungen seit 1988. Im vergangenen Jahr hatten die Juroren den Film »4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage« des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu ausgezeichnet.
(AFP/jW)
Bestseller-Autor Roberto Saviano, der die Vorlage für das Erfolgswerk lieferte, schwebt wegen seiner Recherchen im Mafiamilieu in Lebensgefahr.
Den Preis für die beste Schauspielerin vergaben die 1800 Jury-Mitglieder an Kristin Scott Thomas für ihre Hauptrolle in dem französischen Film »Il y a longtemps que je t’aime«. Den Publikumspreis bekam »Harry Potter und der Orden des Phönix«. Für ihr Lebenswerk wurde die britische Schauspielerin Judi Dench geehrt. Ein Sonderpreis ging an die dänischen Regisseure Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Sören Krag Jacobsen für ihr avantgardistisches »Dogma«-Manifest aus dem Jahr 1995. Die »Dogma«-Bewegung versteht sich als Rebellion gegen die zunehmenden Spezialeffekte in Kinofilmen.
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Die in Berlin ansässige Europäische Filmakademie vergibt die Auszeichnungen seit 1988. Im vergangenen Jahr hatten die Juroren den Film »4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage« des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu ausgezeichnet.
(AFP/jW)
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