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Ultimatum für ICE-Hersteller

Hamburg. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hat dem ICE-Konsortium von Siemens, Bombardier und Alstom im Streit um die Wartungsintervalle der problematischen ICE-Radsatzwellen ein Ultimatum gestellt. »Wenn die Achsen nicht die vereinbarten Laufleistungen erbringen, ist es Sache des Herstellers, hier für Abhilfe zu sorgen. Wir erwarten, daß die Industrie in den nächsten 14 Tagen endgültig für Klarheit sorgt«, sagte Mehdorn dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Nach der Beinahe-Katastrophe von Köln, als im Juli eine Achse eines ICE brach, hatte die Bahn auf Druck des Eisenbahnbundesamts die Inspektionsintervalle für das Bauteil von 300000 auf 30000 Kilometer reduzieren müssen. Inzwischen gebe es deshalb bei der Bahn Überlegungen, die 54 betroffenen ICE-3-Züge auf Kosten der Industrie mit neuen Achsen auszustatten. Die Umrüstung würde pro Zug nach Ansicht von Experten rund 100000 Euro kosten. Intern werde mit einer Lieferzeit der neuen Bauteile von bis zu einem Jahr gerechnet.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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