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Kirch: Prozeßauftakt gegen Deutsche Bank

München. Sechseinhalb Jahre nach dem Zusammenbruch seines Imperiums hat am Dienstag vor dem Landgericht München der Prozeß um Milliardenforderungen des Medienunternehmers Leo Kirch gegen die Deutsche Bank begonnen. Der 82jährige wirft dem früheren Chef des Finanzriesen Rolf Breuer vor, für die Pleite seines Unternehmens mitverantwortlich zu sein und fordert deshalb von ihm und der Bank insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro. In einem ersten Verfahren verlangte Kirch, der wie Breuer nicht persönlich zu dem Gerichtstermin erschienen war, am Dienstag rund zwei Milliarden Euro.

Der frühere Eigner von Pro Sieben, Sat 1 oder Premiere wirft Breuer in dem Prozeß vor, er habe in einem Interview im Februar 2002 die Kreditwürdigkeit seines Unternehmens in Frage gestellt zu haben – zwei Monate vor der Insolvenz der Kirch-Gruppe. In einem zweiten Verfahren fordert Kirch von der Bank wegen Schaden für seine Printbeteiligung GmbH rund 1,5 Milliarden Euro.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.11.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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