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Siemens will Exchefs ans Privatvermögen

München. Bei den Schadenersatzforderungen in der Siemens-Schmiergeldaffäre will der Konzern möglicherweise auch auf das Privatvermögen ehemaliger Topmanager zurückgreifen. »Wer Schäden in Milliardenhöhe zu verantworten hat, darf nicht mit einer symbolischen Strafe davonkommen«, zitierte die Süddeutsche Zeitung aus dem Aufsichtsrat.

Das Kontrollgremium sei sich einig, von den ehemaligen Zentralvorständen um Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld Millionenbeträge zu verlangen und dabei auf das private Vermögen zurückzugreifen, schrieb die Zeitung weiter. Dabei gehe der Aufsichtsrat davon aus, daß die von Siemens abgeschlossene Managerhaftpflicht in Höhe von 250 Millionen Euro nicht greifen werde. Der Aufsichtsrat des Konzerns hatte am Dienstag beschlossen, gegen ehemalige Zentralvorstände Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.07.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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