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Aufmarsch der NPD in Gera

Gera. Rund 700 Menschen folgten am Samstag nach Angaben der Polizei dem Aufruf der NPD zu einer Kundgebung im thüringischen Gera. Mit einem Friedensgebet und einer Demonstration protestieren zeitgleich rund 500 Menschen gegen die Neonaziveranstaltung. Sie wird nach Angaben des Bürgerbündnisses seit 2003 in der thüringischen Stadt abgehalten und hat immer mehr Zulauf. Die Polizei verhinderte mit einem Großeinsatz ein Zusammentreffen der Demonstranten, die ihre Kundgebungen rund einen Kilometer Luftlinie voneinander entfernt abhielten. Polizeisprecher Michael Schwenzer sprach von einem »insgesamt friedlichen und störungsfreien Verlauf.« Bei der NPD-Veranstaltung kam es nach seinen Angaben zu einer Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, drei Anzeigen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie zwei Festnahmen wegen bestehender Haftbefehle. Gegen 28 Personen wurden Platzverweise ausgesprochen. Bei der Gegenveranstaltung des Bürgerbündnisses gab es zwei Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. In neun Fällen wurden Platzverweise ausgesprochen, um zu verhindern, daß sich Demonstranten der NPD-Veranstaltung nähern. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2008, Seite 4, Inland

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