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Kein Druck auf Ypsilanti

Mainz. Trotz der immer noch offenen Machtfrage in Hessen will SPD-Chef Kurt Beck keinen Druck auf die Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti ausüben, auf eine Wahl zur Ministerpräsidentin mit Hilfe der Linken zu verzichten. »Die Entscheidungen fallen auf der Länderebene«, sagte Beck am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. Der Politiker widersprach damit Berichten, laut denen er Ypsilanti dazu bringen wolle, angesichts der politischen Brisanz einer Zusammenarbeit mit der Linken lieber Neuwahlen in Hessen zuzustimmen. Gleichzeitig schloß Beck eine Kooperation mit den Linken auf Bundesebene kategorisch aus. Da gebe es »so viele Diskrepanzen«, besonders in außenpolitischen Fragen, daß eine Zusammenarbeit nicht möglich sei. »Wer Deutschland aus der internationalen Verantwortung herausführen will, wer die Grundlagenverträge für Europa ablehnt, der kann nicht mein Gesprächspartner sein«, sagte der SPD-Vorsitzende.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2008, Seite 5, Inland

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