Zum Inhalt der Seite

Krawattenmacho

Um die 577 Abgeordneten der französischen Nationalversammlung auf den nahenden EU-Ratsvorsitz einzustimmen, hat Nicolas Sarkozy palettenweise kleine Aktentaschen verteilen lassen. Jede enthielt – entsprechend gestaltet – Notizblock, Stift und graue Krawatte, wie die Tageszeitung Le Parisien am Mittwoch berichtete. Letzteres wertete die sozialistische Abgeordnete Aurélie Filippetti als »Beweis für Machismus«. Ihr Kollege Philippe Martin war enttäuscht: »Sarkozy hat keine Strumpfhalter reingetan.« (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2008, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!