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Solingen ist nicht vergessen

Solingen. 15 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag auf ein Wohnhaus in Solingen (NRW) wird der Opfer gedacht: Saime Genc wäre heute 19 Jahre, Hülya Genz 24, Gülüstan Öztürk 27, Hatice Genc 33 und Gürsün Ince 42 Jahre alt. Sie starben am 29. Mai 1993. Bis heute ist die Rolle des Verfassungsschutzagenten Bernd Schmitt, der in der Stadt eine Kampfsportschule betrieb, bei dem Brandanschlag nicht geklärt. Am Montag nahm Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zwar an der offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt in Solingen teil. Dieser ist es allerdings auch nach 15 Jahren nicht gelungen, eine Straße nach einem der Opfer zu benennen.

Das Forum gegen Krieg und Rassismus erinnert in einem Flugblatt an die mediale und politische Hetze gegen Flüchtlinge und Migranten vor 15 Jahren, die in der faktischen Abschaffung des Asylrechts gipfelte. Zum 15. Jahrestag des Brandanschlags am Donnerstag mobilisiert das Bündnis zur Gedenkkundgebung (19 Uhr, Untere Werner Straße/Ecke Schweizer Straße, Solingen-Mitte). Am Samstag, dem 31. Mai, findet um 12 Uhr (Mühlenplatz, Solingen-Mitte) eine Demonstration statt: »15 Jahre danach: Rassismus und Neofaschismus bekämpfen!«
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(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.05.2008, Seite 15, Antifaschismus

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