Zum Inhalt der Seite

Serbien: Anklagen nach Massaker

Belgrad. In Serbien sind vier frühere Mitglieder der paramilitärischen Einheit Skorpione wegen eines Massakers an Kosovo-Albanern 1999 angeklagt worden. Wie die für Kriegsverbrechen zuständige Staatsanwaltschaft am Montag in Belgrad erklärte, wird den vier Männern vorgeworfen, 19 Zivilpersonen niedergeschossen zu haben. In der Gruppe waren auch Frauen, Kinder und alte Menschen. Die Tat in der Stadt Podujevo im Norden des Kosovos gilt als eines der schlimmsten Verbrechen während des Kriegs 1998/99. Nur fünf Kinder überlebten das Massaker. Ein weiteres Mitglied der Skorpione wurde im Zusammenhang mit der Tat 2004 zu 20 Jahren Haft verurteilt.(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2008, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!