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BND sorgt für Wirbel in Kabul

Halle. Die Überwachung des E-Mail-Verkehrs zwischen der Spiegel-Reporterin Susanne Koelbl und einem afghanischen Politiker durch den Bundesnachrichtendienst hat in der afghanischen Regierung erhebliche Unruhe ausgelöst. »Ich finde das skandalös«, sagte ein afghanischer Minister der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstag-ausgabe) laut Vorabmeldung. »Das ist ein Verstoß gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.« Er werde nun der Frage nachgehen, um welchen afghanischen Politiker es sich handele und ob er möglicherweise selbst betroffen sei, so der Minister, der nach eigenen Worten mit Koelbl im E-Mail-Verkehr stand. Er wies weiter daraufhin hin, daß die Überwachung durch einen westlichen Geheimdienst in Afghanistan als Kollaboration des Betroffenen interpretiert werde und für diesen gefährlich werden könne. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2008, Seite 5, Inland

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