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Frauenhandel unter deutscher Aufsicht

Pristina/Berlin. Anläßlich des Internationalen Frauentags haben Menschenrechtsorganisationen gegen den unter deutsch-euro­päischer Aufsicht erstarkten Handel mit Mädchen und Frauen im Kosovo protestiert. Wie aus einem Bericht von Amnesty International hervorgeht, reicht die Macht der Menschenhändler in der Sezessionsprovinz nach über acht Jahren westlicher Besatzung so weit, daß Eltern ihren Töchtern den Schulbesuch verbieten, weil immer wieder Mädchen verschleppt werden. Zahlreiche Frauen aus dem Kosovo werden zur Prostitution gezwungen und dazu entweder in der Region festgehalten oder in die reicheren EU-Staaten verbracht, vorzugsweise nach Deutschland.

Einem Bericht des Nachrichtenportals German Foreign Policy zufolge begann der Aufschwung von Frauenhandel und Zwangsprostitution im Kosovo mit dem Einmarsch der westlichen Besatzer im Sommer 1999. Dem Bundesnachrichtendienst zufolge steht ein Mitglied des Pristinaer Parlamentspräsidiums mit »Frauenhandel und dem Prostitutionsgeschäft« in Verbindung.(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.03.2008, Seite 15, Feminismus

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