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Evolution der Feder

Im französischen Charente-Maritime wurden sieben Federn in 100 Millionen Jahre altem Bernstein gefunden. Eine Forschergruppe um Vincent Perrichot vom Berliner Museum für Naturkunde hat diese Federn mikroskopisch untersucht. Um die filigranen Gebilde auch räumlich abbilden zu können, erstellten die Forscher dann Röntgen-Mikrotomographien an der Europäischen Synchrotronstrahlungsquelle in Grenoble. Die so erhaltenen 3D-Modelle zeigen maximal 2,3 Millimeter lange Federn, die wie eine Zwischenstufe zwischen Daunen- und Schwungfedern aussehen. Der abgeflachte primäre Schaft besteht aus noch unvollständig verwachsenen sekundären Ästen, welche die abgeflachte Form moderner Federn andeuten. Diese Struktur stellt ein wichtiges Zwischenstadium in der Evolution der Feder dar, das von Evolutionstheoretikern zwar vorhergesagt, aber bisher weder bei fossilen noch bei heutigen Tieren gefunden worden war. Die Forschungsergebnisse sind in den aktuellen Proceedings of the Royal Society veröffentlicht.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.02.2008, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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