Alzheimer ausbremsen
San Diego. Das Protein »Sorla« (Sorting-related receptor with A-type repeats) könnte als wichtiger Schutz gegen Alzheimer dienen, wie das Wissenschaftsportal Science-Daily am 20. Juli berichtete. Die neurodegenerative Erkrankung steht im Zusammenhang mit einer Veränderung des Tau-Proteins, das an der Aufrechterhaltung der normalen Struktur von Nervenzellen beteiligt ist. Bei Alzheimer sammeln sich aber Tau-Proteine an und bilden Verklumpungen, die unter anderem zum Absterben von Neuronen führen und damit die Gehirnfunktion beeinträchtigen. Forscher des Sanford Burnham Prebys Institute in Kalifornien berichteten am 17. Juli 2026 in der Fachzeitschrift Science Advances, dass Sorla-Proteine dazu beitragen könnten, das Gehirn vor diesen Schäden zu schützen. Die Wissenschaftler kreuzten Mäuse, die überdurchschnittlich viel Sorla produzierten, mit Mäusen mit Tau-Verklumpungen. Bei den Experimenten zeigte sich, dass fehlgebildetes Tau seltener andere Tau-Proteine anzog, also seltener Klumpen bildete. Außerdem hatten Mäuse mit höherem Sorla-Wert fähigere Synapsen, die Neuronen waren gesünder. Bei Mäusen, die das Protein unzureichend oder gar nicht besaßen, traten Tau-Verklumpungen häufiger auf, und sie waren schädlicher. (jW)
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