Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 17. / 18. August 2019, Nr. 190
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Kunst für alle!

junge Welt geht mit einer neuen Grafikedition an den Start

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Kunst ist käuflich. In einer Zeit, in der originale Werke vor allem als marktgängige Ware, als Anlageobjekt interessieren, geht die junge Welt den umgekehrten Weg. Anknüpfend an eine gute Tradition aus DDR-Zeiten, startet die linke Tageszeitung aus Berlin eine eigene Grafikedition, die vor allem darauf zielt, Kunst dem Verwertungskreislauf zu entziehen. Leitender Gedanke ist die Demokratisierung – der Kunst wie des Kunstbesitzes. Begeisterung für Qualität, für die verschiedenen Sujets und Herstellungstechniken, Leidenschaft für das Sammeln, Neugier auf das Kennenlernen von Künstlerinnen und Künstlern – noch junger, weniger bekannter, aber auch bereits renommierter – sollen im Mittelpunkt stehen, nicht der Kommerz. In Zeiten reaktionärer Vereinnahmung von Kunst und Kultur sehen wir die Möglichkeit und die Verpflichtung, uns als Tageszeitung in den Kulturkampf einzumischen.

Wir bieten ab sofort unseren Leserinnen und Lesern dreimal im Jahr eine im Auftrag der jungen Welt geschaffene Originalgrafik an, in limitierter Auflage, vom Künstler signiert und mit einem Prägedruck versehen. Und das zu einem Preis, der deutlich unter dem Marktwert liegt. Sachkundig betreut wird die Edition von Andreas Wessel, einem ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Druckgrafik. Künstler, Drucker, Kurator und Verlag erhalten eine bescheidene Vergütung, es gibt keine Gewinnerzielungsabsicht.

Das Blattmaß der Edition wird mit einer handlichen Größe von 20 x 29 cm einheitlich sein. Von jedem Kunstwerk werden in der Regel 200 Exemplare zum Verkauf angeboten – zum Preis von 28 Euro (plus drei Euro für Verpackung und Versand).

Wer sich eine eigene kleine Sammlung anlegen will, kann ein Editionsabo abschließen und sich von jeder Grafik ein Exemplar sichern. Allerdings wird deren Zahl auf maximal 100 beschränkt, damit genügend Blätter für den Einzelverkauf zur Verfügung stehen. Mit jedem neuen Werk werden auch der Urheber und die von ihm benutzte Technik in der Zeitung vorgestellt.

Das erste Blatt der neuen Edition, ein dreifarbiger Siebdruck »ohne Titel«, wurde am 6. Juli in der jungen Welt vorgestellt (Abbildung oben). Es stammt vom Berliner Künstler Marc Gröszer und kann ab sofort erworben werden.

Aktuell sind die 100 Abonnements der Kunstedition vergeben. Es können leider keine weiteren Bestellungen für Abos entgegengenommen werden. Sie können die einzelne Grafik jedoch über den jW-Shop bestellen.

Einzelbestellung im jW-Shop