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In Aktion

Auf nach München!

Kritik und Gegenöffentlichkeit: Friedensbewegung mobilisiert gegen die »Sicherheitskonferenz«

Von Aktionsbüro
Foto: Moritz Schlenk/imago
15. Februar 2025: Anti-»Siko«-Demonstration, München

Am 14. und 15. Februar 2026 wird München erneut zum Treffpunkt der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Staats- und Regierungsvertreter, Militärs und Rüstungsmanager kommen dort im Hotel Bayerischer Hof zusammen. Offiziell gilt das Treffen als Forum für außen- und sicherheitspolitischen Austausch. Doch ist es Propaganda im Sinne des westlichen Imperialismus für Wettrüsten und dient zur Legitimation der Interessen der NATO.

Ein Bündnis gegen die NATO-»Sicherheitskonferenz« plant für Sonnabend, den 14. Februar, eine Demonstration und eine Protestkette durch die Münchner Innenstadt. Los geht es um 13 Uhr am Stachus (Karlsplatz) mit einer Auftaktkundgebung, danach geht es über zentrale Plätze bis zum Marienplatz, wo eine Abschlusskundgebung mit Reden und Kulturprogramm stattfindet.

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Die Gegenaktionen gehen über Straßenproteste hinaus. Parallel zur Demonstration findet in München die »24. Internationale Münchner Friedenskonferenz« statt, unter dem Motto »Gegen den Strom der Gewalt!« Dort gibt es Diskussionsrunden, Workshops und Lesungen – ein Raum für kritische Debatten. Die Ausstellung »Plakate gegen den Krieg«, Ergebnis des Plakatwettbewerbs, den das Rote Atelier in Zusammenarbeit mit der junge Welt anlässlich der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2026 veranstaltete, wird gezeigt.

Die Aktivitäten der Friedensbewegung schaffen eine Gegenöffentlichkeit, in der Stimmen gehört werden, die in den großen Debatten oft untergehen. In diesem Zusammenhang gewinnen unabhängige Zeitungen und kritische Medien an Bedeutung. Gedruckte Analysen, Hintergrundberichte und Debattenbeiträge dienen nicht nur der Information, sondern auch der Vernetzung innerhalb breiterer sozialer Bewegungen. Öffentliche Wahrnehmung und Deutungshoheit sind umkämpft – das Verteilen der Zeitung junge Welt ist eine Möglichkeit, noch mehr Menschen zu erreichen. Die Aktionen rund um die »Sicherheitskonferenz« 2026 zeigen, wie stark die Kluft zwischen etablierter Politik und gesellschaftlichem Widerstand ist. Diese Widersprüche müssen herausgearbeitet werden. Dabei geht es nicht nur um Lautstärke, sondern vor allem um Inhalte, Vernetzung und Öffentlichkeit. Die junge Welt wird daher vor Ort sein.

Bekanntheit erhöhen! Reichweite vergrößern! Die jW verteilen! Zu den Protesten gegen die »Siko« in München? Helft unseren Münchner Unterstützerinnen und Unterstützern beim Verteilen der Tageszeitung junge Welt! Kontakt zu den jW-Unterstützern vor Ort vermittelt gerne das Aktionsbüro: aktionsbuero@jungewelt.de

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.01.2026, Seite 16, Aktion

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