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02.05.2026
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Genossen! Werdet Genossen!
Die jW wird von einer Genossenschaft getragen. Jetzt Mitglied in der LPG eG werden!
Stellen Sie sich vor, eine Tageszeitung gehört nicht irgendeinem Medienkonzern oder einer Verlegerdynastie, sondern ihren Leserinnen und Lesern. Nicht abstrakt, sondern ganz praktisch und mit dem ziemlich unaufgeregten Ziel, die einzig verbliebene linke Tageszeitung weiterhin herauszugeben. Denn die junge Welt wird gebraucht. Als Stimme gegen Sozialabbau, Militarismus und den menschenverachtenden Wahnsinn dieser Zeit.
Die junge Welt erscheint im Verlag 8. Mai, gegründet 1995, und auf die GmbH folgte dann wenig später die Gründung der LPG junge Welt eG, ausgeschrieben die Linke Presse Verlags-, Förderungs- und Beteiligungsgenossenschaft. Ein Name, der länger ist als manche Schlagzeile. Die neue Struktur war nach den Wirren der frühen 1990er Jahre notwendig geworden, nach dem Herunterwirtschaften der Zeitung durch einen windigen Investor und der Einsicht, dass das Projekt junge Welt nicht kapitalistischen Renditeerwartungen unterliegen darf, dass es eine gemeinschaftliche Anstrengung braucht, diese Stimme zu erhalten.
Heute tragen über 3.000 Menschen diese Struktur mit. Nicht abstrakt, sondern sehr konkret: mit Geld, Zeit und Ideen. Über 3.000 Genossinnen und Genossen sorgen dafür, dass eine Redaktion arbeiten kann, ohne jeden Tag neu erklären zu müssen, warum sie existiert. Damit eine Infrastruktur nicht sofort zur Verhandlungsmasse wird, damit niemals wieder ein »Investor« mit Handwagen durch Büros zieht, um PCs und Fotoapparate einzusammeln und zu verbimmeln, damit an sechs Tagen der Woche die jW erscheint, digital und gedruckt, damit die Rosa-Luxemburg-Konferenz jedes Jahr ein Erfolg wird, dafür gibt es die Genossenschaft.
Mitmachen ist dabei weniger kompliziert, als es klingt. Ein Anteil kostet 500 Euro. Wer will, kann mehrere zeichnen (maximal 50). Die Realität ist selten ideal, weshalb das Ganze auch in Raten abbezahlt werden kann: ab 25 Euro im Monat. Egal, wie viele Anteile man besitzt, jede und jeder hat nur eine Stimme; kein Aktienlogikspiel, kein Gewicht nach Kapital. Ein Genosse, eine Stimme. Die nächste Generalversammlung findet am 27. Juni 2026 in der Maigalerie der Tageszeitung junge Welt statt. Beachten Sie dafür bitte die Einladung auf unserer Internetseite: www.jungewelt.de/unterstuetzen/genossenschaft.
Das klingt technisch, ist aber im Kern ziemlich schlicht: Es geht darum, eine Zeitung gemeinsam zu tragen, ohne sie zu besitzen, und kritischen Journalismus und somit widerständige Stimmen zu ermöglichen. Die Berichterstattung ist die Rendite, vielleicht ein Bruch mit dem Gewohnten. Die junge Welt wird hier nicht als Ware verstanden, sondern als Notwendigkeit, die es sicherzustellen gilt.
→ Wer Mitherausgeber der einzig verbliebenen linken Tageszeitung werden möchte, bekommt die Unterlagen ohne Umwege. Wir freuen uns über Anrufe (0 30/53 63 55-47) oder eine E-Mail (lpg@jungewelt.de) und stehen auch für Fragen zur Verfügung
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