Gegründet 1947 Dienstag, 20. Oktober 2020, Nr. 245
Die junge Welt wird von 2422 GenossInnen herausgegeben
jW stärken!

  • Internationale Solidarität!

    Unverzichtbare Berichterstattung über Kuba und Lateinamerika
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    Manifestation für Kuba auf der 24. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 12. Januar 2019 in Berlin

    Internationale Solidarität nimmt in der Tageszeitung junge Welt seit ihrer Gründung eine zentrale Rolle ein. Wenn gegen Boliviens gewählte Staatsführung ein Putsch wie im Herbst 2019 gegen Evo Morales stattfindet, dann nennen wir das in der jungen Welt auch so und verklären das nicht (wie viele andere Medien) als »Absetzung einer autoritären Regierung«. Wenn in Venezuela die USA und verbündete Rechtskräfte versuchen, die legitime Regierung zu stürzen und mit Juan Guaidó eine Marionette zu installieren, dann nennt die junge Welt auch diesen versuchten Staatsstreich klar beim Namen.

    Praktische Solidarität war schon immer ein Markenzeichen der jW, so führte diese Zeitung schon vor Jahrzehnten große Solidaritätsaktionen für Vietnam, Chile und Nicaragua durch. Und als sich die Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joseph Fischer im Herbst 2003 entschloss, die Buchmesse Havanna im Jahr 2004 zu boykottieren, obwohl Deutschland zuvor die Einladung als Ehrengastland angenommen hatte, organisierte jW gemeinsam mit Gruppen der Kuba-Solidaritätsbewegung die bis dahin größte Präsenz deutscher Verlage in Havanna. Und seit 2017 druckt und vertreibt der jW-Verlag die deutschsprachige Ausgabe der Granma Internacional, des Zentralorgans der Kommunistischen Partei Kubas. Um nur einige Beispiele zu nennen.

    All das ist nur auf gesicherter wirtschaftlicher Grundlage zu leisten. Finanziert wird die junge Welt vor allem durch Abonnements. Deshalb ist es notwendig, immer wieder neue Leserinnen und Leser zu finden, die auf diese Zeitung nicht verzichten wollen. Mit Ihrem Abonnement helfen Sie, dass Sie und andere auch künftig über die Geschehnisse in Kuba und Lateinamerika gut und aktuell informiert werden. Falls Sie sich nicht zwischen der gedruckten und der Onlineausgabe der jW entscheiden, sondern die Vorzüge beider Ausgaben nutzen wollen, wählen Sie das Kombi­abo. Aber auch jedes zusätzliche Abo, das Sie in Ihrem Freundeskreis einwerben können, ist ein praktischer Beitrag zur internationalen Solidarität!

    Kommunikation/Aktion

    Jetzt abonnieren: jungewelt.de/abo

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    Kundgebung gegen die US-Blockade in der Schweizer Hauptstadt Bern (17.6.2019)

    Im vergangenen Jahr organisierten jW und 41 Kuba-Solidaritätsgruppen, Parteien, Vereine und Medien die Kampagne »Unblock Cuba«. 2020/21 gibt es eine Neuauflage dieser Soliaktion. Wenn im Mai kommenden Jahres vor den Vereinten Nationen die nächste Abstimmung zur Verurteilung des US-Embargos gegen Kuba stattfindet, wollen wir europaweit auf die völkerrechtswidrige US-Politik aufmerksam machen und die Kumpanei der europäischen Regierungen anprangern. Zwar stimmen diese seit Jahren in der UN-Vollversammlung meistens für eine Verurteilung der Blockade, lassen dem aber keine Taten folgen. In möglichst vielen europäischen Hauptstädten soll mit Plakaten, Aktionen, Veranstaltungen auf die fatalen Auswirkungen des Wirtschaftskriegs gegen Kuba, die vor allem die kubanische Bevölkerung treffen, hingewiesen werden. Die Aktion wird ausschließlich über Spenden finanziert. Allein für die Werbemaßnahmen hierzulande benötigen wir etwa 25.000 Euro.

    Am Mittwoch fand die zweite Koordinierungsrunde der europäischen Solidaritätsgruppen mit dem ICAP (Kubanisches Institut für Völkerfreundschaft) online statt, in welcher das weitere Vorgehen beraten wurde. Inzwischen beteiligen sich bereits 86 Soligruppen, Parteien, Medien, Organisationen und Einzelpersonen aus zwanzig Ländern an dieser beispielgebenden Aktion. Diesen Samstag findet in der jW-Ladengalerie ab 19 Uhr der Aktionsauftakt der deutschen Kuba-Solidarität statt, den auch Sie live unter jungewelt.de mitverfolgen können. Unter anderen werden Ramón Ignacio Ripoll Díaz, Botschafter der Republik Kuba in der BRD, der Filmemacher Hans-Peter Weymar und Katrin Hansing, Mitinitiatoren der Petition »Deutschland mit Europa – für ein Ende der Blockade gegen Kuba«, zu Wort kommen. Videobotschaften von Fernando González, Held der Republik Kuba und ICAP-Vorsitzender, sowie Vertretern der Kuba-Solidarität aus Italien und Großbritannien werden eingespielt. Ausklingen wird der Abend mit einem Konzert des chilenischen Liedermachers und Gitarristen Nicolás Rodrigo Miquea. Der Livestream ist ab 18.45 Uhr auf der jW-Internetseite und über unseren Facebook-Auftritt abrufbar, die Veranstaltung beginnt pünktlich um 19 Uhr.

    Beteiligen Sie sich an der Aktion »Unblock Cuba« mit Ihrer Spende! Aktionspakte mit Plakaten, Aufklebern und Flyern können Sie zudem über das Aktionsbüro bestellen: aktionsbuero@jungewelt.de.

    jW-Organisationsteam »Unblock Cuba«

    Livestream am Sonnabend 18.45 Uhr unter jungewelt.de, Infos zur Aktion: unblock-cuba.org

    Spendenkonten für die Kampagne (bitte mit Verwendungszweck »Unblock Cuba«):

    – Netzwerk Cuba e. V., IBAN: DE58 1001 0010 0032 3331 00

    – Österreichisch-Kubanische Gesellschaft, IBAN: AT71 2011 1297 2387 0100, BIC: GIBAATWW

    – Vereinigung Schweiz-Kuba, IBAN: CH97 0900 0000 3003 6190 7, PC 30-36190-7 (Postcheckkonto)

  • Zeitung mit eigener Sicht

    Neue jW-Serie blickt auf das, was mit der DDR verlorenging
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    Der 30. Jahrestag des Anschlusses der DDR an die BRD wurde in den Medien in den letzten Wochen meistens unkritisch bejubelt. »Einheitsexpo«, Aktion »Deutschland singt«, »Einheizstream«, »Weitervereinigung«, um nur einige Beispiele des gewaltigen, millionenschweren Jubiläumspektakels zu nennen. Die junge Welt geht anders heran: Ab diesem Sonnabend fragt sie in einer siebenteiligen Serie danach, was mit dem sozialistischen deutschen Staat verlorenging und setzt damit einen deutlichen Kontrapunkt zum medialen Einerlei.

    Mit der Serie »In ein neues Deutschland. Was mit der DDR verlorenging« möchten wir neue Leserinnen und Leser gewinnen, aber auch Erfahrungen und Wissen weitergeben. Deshalb bewerben wir den Einzelverkauf der jungen Welt im Pressehandel. Neben bundesweiten Anzeigenschaltungen, Plakatierungen und Onlinewerbung setzen wir auch Radiospots ein, die ab heute auf dem Berliner Sender ­Radio eins (RBB) laufen. Wir wollen in diesen Tagen deutlich mehr jW-Ausgaben an Kiosken und in Supermärkten verkaufen.

    Sie, liebe Leserinnen und Leser, können uns dabei auf vielfältige Weise unterstützen: Weisen Sie Freunde und Bekannte auf die Serie und den Kauf der Zeitung im Pressehandel hin. Teilen Sie über Ihre Social-Media-Känale, E-Mail-Verteiler und Internetseiten unsere Werbebilder und den animierten Clip. Oder nehmen Sie beim Einkauf ein oder zwei Exemplare der jW mit und reichen Sie die Zeitung ganz gezielt an Nachbarn mit dem Hinweis auf die Serie und die Möglichkeit weiter, die folgenden Nummern selbst am Kiosk zu kaufen. Die nächstgelegene jW-Verkaufsstelle finden Sie (oder Ihr Nachbar) übrigens mit dem My-Kiosk-Tool online unter jungewelt.de/ddr-serie.

    Verlag und Redaktion

    Den jW-Werbeclip zum Weiterverbreiten gibt es unter www.jungewelt.de/ddr-spot, Aktionspaketbestellungen und Werbebanner der aktuellen Kampagne »Unverzichtbar« unter www.jungewelt.de/aktion

  • Neue Wege gehen

    Wie Sie uns in der jW-Lesewoche helfen können, die XXVI. InternationaleRosa-Luxemburg-Konferenz vorzubereiten
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    Auch im Januar 2021 wird die von der Tageszeitung junge Welt mit Unterstützung vieler Organisationen veranstaltete Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz stattfinden. In den letzten Jahren trafen sich dabei jeweils über 3.000 Teilnehmende mit Gästen aus der ganzen Welt zum größten regelmäßigen Symposium der deutschsprachigen Linken, wie der ehemalige BDI-Chef Olaf Henkel erkannte. Unter Coronabedingungen ist es allerdings nicht möglich, die Konferenz wie gewohnt mit großem Publikum vor Ort abzuhalten. Wie bereits berichtet, findet die nächste RLK am 9. Januar 2021 daher als Onlineveranstaltung statt – allerdings auch vor starkem, international zugeschalteten Publikum, denn die Konferenz soll in mehreren Sprachen mitverfolgt werden können. Es wird ein wahres Fest der Internationalen Solidarität werden – das verpflichtet uns zu einer optimalen Vorbereitung.

    Auch dazu nutzen wir die vom kommenden Mittwoch bis Samstag in der jW-Ladengalerie stattfindende jW­-Lesewoche. In dieser Zeit wird täglich ab 19 Uhr eine spannende Veranstaltung im Netz präsentiert. In der Regel werden Buchneuerscheinungen vorgestellt – diesmal ist auch eine geniale Neuausgabe dabei: Die Künstlerin Lea Grundig schuf bereits 1968 einen Bilderzyklus für das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels – der Verlag 8. Mai veröffentlicht das so illustrierte Manifest nun zum ersten Mal, denn die geplante Herausgabe in den 60er Jahren kam nie zustande. Der absolute Höhepunkt wird aber am Samstag stattfinden: Wir berichten über die große europaweite Unblock-Cuba-Aktion, an der sich erstmals seit vielen Jahren internationalistische Gruppen aus bisher 16 Ländern beteiligen, unter anderem aus Kuba. Diese Veranstaltung kann auf Deutsch und Spanisch weltweit live mitverfolgt werden. Alle Informationen zum Programm der Lesewoche finden Sie auf Seite sieben dieser Ausgabe und online unter jungewelt.de/lesewoche.

    Wir möchten die Leserinnen und Leser der jungen Welt aber nicht nur dazu einladen, diese Veranstaltungen in der nächsten Woche zu Hause mitzuverfolgen – wir möchten Sie auch ausdrücklich um Ihre Rückmeldung bitten! Was ist Ihnen angenehm, was unangenehm aufgefallen? Ihre Anmerkungen und Hinweise helfen uns, die Onlineübertragung der Rosa-­Luxemburg-Konferenz am 9. Januar 2021 noch besser vorzubereiten. Schicken Sie deshalb Ihre Anregungen bitte direkt an aktionsbuero@jungewelt.de. Vielen Dank!

    RLK-Vorbereitungskollektiv

    jW-Lesewoche vom Mittwoch, den 14.10, bis Samstag, den 17.10, jeweils 19 Uhr. Online unter www.jungewelt.de/lesewoche

  • Wenn es bergab geht

    Dann wird jW unverzichtbar. Das Kapital braucht radikale Kritik
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    Haben die Einsicht, dass es anders werden muss: Teilnehmerinnen der FFF-Demo am 25. September in Berlin

    »Freie Presse ist deshalb eine freie Presse, weil sie sich marktwirtschaftlich finanziert«, sagte am Dienstag dieser Woche Philipp Welte, Vorstand »Medienmarken National« beim Konzern Hubert Burda Media und Vizepräsident des Verbandes Deutscher Zeitungsverleger, auf einer Onlinekonferenz des Verbandes. Das leuchtet im Spätkapitalismus ein, wo mit allem Profit gemacht werden muss. Was waren das für Zeiten, als Bürger sich besonders für Pressefreiheit einsetzten und schließlich Schießpulver mischten, um die verhassten Unterdrücker aus Adel und Klerus wegzurevolutionieren. Aber auf diese Weise wurde das Bürgertum selbst Unterdrücker der produzierenden Menschen.

    Auch derjenigen bei der Presse. Was in der revolutionären Phase der Bourgeoisie ein notwendiges Aufklärungsmittel war, wurde schnell zu einer Ware und diente zur Durchsetzung von Unternehmensinteressen. Nicht nur darum, aber auch deshalb mussten die neuen Unterdrücker kritisiert werden: »Die erste Freiheit der Presse ist es, kein Gewerbe zu sein«, schrieb Karl Marx 1842 in der Rheinischen Zeitung. Denn: Freie Presse funktioniert nur als Information – als Gewerbe ist sie die Sache von Druckereien, Anzeigenagenturen und ähnlichen profitorientierten Unternehmen.

    Keine andere überregionale Tageszeitung ist von Konzernen so unabhängig wie die junge Welt. Seit einigen Jahren sind die ökonomischen Verhältnisse so geklärt, dass zu 95,6 Prozent der Verlag 8. Mai den in der LPG junge Welt eG genossenschaftlich organisierten Leserinnen und Lesern der Zeitung und des Kulturmagazins Melodie & Rhythmus gehört (siehe unten). Einnahmen über Abonnementgebühren fließen direkt in die Finanzierung des Tagesgeschäfts.

    Und bekanntlich ist die junge Welt eine marxistisch orientierte Zeitung und hält sich auch inhaltlich an Marx’ Worte. Keine andere überregionale Zeitung in der BRD legt täglich die Misere des krisengeschüttelten Kapitals offen, hintergründig und knapp auf 16 Seiten, damit sich die Leserinnen und Leser für den Tag orientieren können – auch, um nicht in Fallen zu tappen wie nationale Lösung ökonomischer Grundprobleme und Marschieren mit Rechten für Demokratie in Coronazeiten, beides Widersprüche in sich.

    Gut zwei Dutzend unserer Leserinnen und Leser werden sich von heute an 15 Wochen lang mit ihren Meinungen zur Unverzichtbarkeit der jungen Welt im Blatt abwechselnd äußern – Menschen, die sich als Gewerkschafter, in der Friedensbewegung, als Feministinnen, Antifaschisten ... engagieren. Ihnen ist dieses Blatt ein unverzichtbares Lebensmittel geworden, und sie wollen Sie, liebe Leserin und lieber Leser, auffordern, ebenfalls jW im Abonnement zu lesen, um täglich informiert zu sein. Aktion & Kommunikation

    Jedes Abo ist unverzichtbar - jetzt bestellen: ­jungewelt.de/abo

  • Auf der Zielgeraden

    Bis zum Jahresende wollen wir das 2.500. Mitglied in der Genossenschaft begrüßen
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    Der 7. Oktober ist ein Grund zum Feiern. An dem Tag jähren sich die Gründung des ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden und der Genossenschaft LPG junge Welt eG.

    Die Privatisierungswelle, die nach der Übernahme der DDR auf Ostdeutschland überschwappte, machte auch vor der jungen Welt nicht halt. Für eine symbolische Mark wurde die Zeitung an Investoren verscherbelt, Preise hochgeschraubt und die Belegschaft dezimiert.

    Seit 25 Jahren sichert die Genossenschaft das Erscheinen der Zeitung. Verlag und Redaktion sind dadurch unabhängig von Anzeigenkunden, Konzernherrn und Parteibonzen. Trotz steigender Vertriebs- und Produktionskosten konnte sich die junge Welt dadurch auf dem hart umkämpften Pressemarkt behaupten.

    Doch Covid 19 verschärft die Probleme der Branche. Die großen Verlagshäuser treiben die Digitalisierung voran. Medienkonsum soll online stattfinden. Google bezahlt für »Content«. Das Kulturgut gedruckte Tageszeitung wird zum Auslaufmodell erklärt. Zeitungskonzerne fordern Finanzhilfen vom Staat, die nach »Auflagenstärke« berechnet werden sollen. Das heißt, wer seine Zeitungen in der 1. Klasse der Deutschen Bahn und der Lufthansa verscherbeln kann, ist besser dran. Für das Kapital ist die Krise eine Chance.

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft halten Kurs – gegen alle Trends. Dafür brauchen wir noch mehr Unterstützung. Bislang sind wir 2.392 Genossinnen und Genossen. Bis Ende des Jahres wollen wir erreichen, dass unsere LPG 2.500 Mitglieder stark ist! Mitglied kann jeder werden, der mindestens einen Anteil zeichnet. Ein Anteil kostet 500 Euro und kann auch in Raten bezahlt werden. Nur gemeinsam können wir das Erscheinen der einzigen marxistischen Tageszeitung im deutschsprachigen Raum sichern. Gegen den Rechtsruck und für Frieden, Internationalismus und Solidarität!

    Vorstand der Genossenschaft

  • Mutig bleiben

    Das Protestabo endet, junge Welt ist unverzichtbar – wie auch der Protest
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    »Fridays for Future«-Demonstrantin am Brandenburger Tor in Berlin am 25.9.

    Seit dem 18. Juli führt die junge Welt eine Kampagne, um gerade unter den Menschen, die in diesen Zeiten auf der Straße protestieren, neue Leserinnen und Leser zu gewinnen. Auch in den vergangenen zehn Wochen prangerten wir Klima-, Asyl-, Kriegs- und Mietenpolitik, das weitere Erstarken der Rechten und die fehlende Solidarität mit Kuba an.

    In diesen zehn Wochen kamen noch weitere Gründe hinzu, auf die Straße zu gehen oder zivilen Ungehorsam zu leisten. Während China, Russland und Venezuela als Diktaturen abgekanzelt werden, lässt US-Präsident Donald Trump die Frage von Journalisten offen, ob er nach verlorener Wahl abdanke. Die US-Getreuen in der BRD, von Friedrich Merz (CDU) bis Annalena Baerbock (Grüne), äußern sich nicht dazu. Wichtiger ist ihnen, das russisch-deutsche Gemeinschaftsprojekt, die Gaspipeline »Nord Stream 2«, zu verhindern. Schließlich darf man den ins Visier genommenen Kriegsgegner ökonomisch nicht stärken. Wie verkommen der Spätkapitalismus in seinen Zentren schon ist, zeigen die Vorwürfe gegen den Zahlungsdienstleister Wirecard – Bilanzbetrug, Insolvenzverschleppung und Geldwäsche. Tiefpunkt der Krise dieses Gesellschaftssystems sind die Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos und – in der BRD – die beiden großen von Coronaleugnern organisierten Demonstrationen, wo rechten Gruppen wie der AfD und organisierten Neonazis mit jeder Art von Irrationalisten der Schulterschluss gelang.

    Vernunftgeleiteter und damit linker Widerstand zeigt Erfolg. »Deutsche Wohnen & Co. enteignen« ist einen Schritt weiter: Ein Volksbegehren zur Enteignung von Immobilienkonzernen in Berlin rückt näher. Und »Fridays for Future« meldete sich am Freitag mit über 400 Demos zurück. Zu den Aktionen des Bündnisses »Ende Gelände« im Rheinland können gar nicht alle kommen – das Hygienekonzept sei sonst nicht einzuhalten.

    Über all diese Ereignisse berichtet junge Welt. Sie ist Ausdruck dieser Protestkultur. Wer diese Tageszeitung liest, weiß Bescheid. Darum bieten wir bis diesen Montag ein letztes Mal das preisgünstige und unverbindliche dreimonatige Abo an. Interessiert? Dann füllen Sie den nebenstehenden Kupon oder das Online-Formular aus.

    Die junge Welt ist folgerichtig unverzichtbar. Darum läuten wir Ende der kommenden Woche die Aboaktion »Unverzichtbar« ein. Dann kommen Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu Wort und können kurz und bündig erklären, warum diese Zeitung für Sie unentbehrlich ist. Erste Einsendungen haben uns bereits erreicht. Senden Sie uns Ihr Statement mit einem Foto an aktion@jungewelt.de. Wir sind gespannt.

    Kommunikation und Aktion

    Letzte Chance, noch bis 28. September bestellbar: jungewelt.de/protest-abo

  • Vor einer Woche stellten wir hier das Buchprojekt das »Kommunistische Manifest« mit elf Arbeiten der Malerin Lea Grundig vor und baten um Unterstützung durch Bestellung eines der auf 100 Stück limitierten und besonders ausgestatteten Subskriptionsexemplare. Alle 100 sind nun vorgemerkt. Das Buch können wir wie geplant am 19. Oktober in den Druck geben. Neben den Subskriptionsexemplaren wird es ab Ende November, zum 200 Geburtstag von Friedrich Engels, auch eine deutlich preiswertere »Volksausgabe« geben. (jW)

  • Her mit den Bildern!

    Einsendeschluss für jW-Fotowettbewerb ist schon am 14. Oktober
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    Einsendung zum Fotowettbewerb 2019 von John Evers – Thema »In Bewegung«

    Der jW-Fotowettbewerb geht in den Zieleinlauf – in zweieinhalb Wochen (14. Oktober) endet die Einsendefrist. Für ambitionierte Hobbyfotografinnen und -fotografen bedeutet das, jetzt noch mal auf die Tube und die Auslöser zu drücken. Wie jedes Jahr winken attraktive Preise für die besten Bilder, die Ausstellung von besonders gelungenen Werken in der jW-Ladengalerie und nicht zuletzt die Präsentation in einem Wandkalender für 2021. Eine Chance, die sich Fotobegeisterte nicht entgehen lassen sollten!

    Folgende Themenbereiche stehen zur Auswahl:

    • Nachbarschaft – Meine Welt aus einer neuen Perspektive

    • 8. Mai 1945 – Tag der Befreiung

    • Krankes System – Covid 19 und die Folgen

    • Jugendthema (für alle bis 18): Kampf um die Zukunft – Eine andere Welt ist nötig.

    Die Zusendungen sollten bitte möglichst digital erfolgen. Bei der Einsendung von Papierfotos: Auf jedem Foto bitte gut lesbar Name, Vorname, Alter, Anschrift, Bildtitel und zu welchem Thema es gewertet werden soll vermerken. Zum digitalen Upload der Motive steht folgender Link im Netz bereit: jungewelt.de/fotoupload.

  • Verstehen und verändern

    Die Tageszeitung junge Welt – Werkzeug für alle, die keine Millionen erben werden
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    Die oberen zehn Prozent der deutschen Bevölkerung besitzen zwei Drittel allen Reichtums in diesem Land. Und »allein das reichste Prozent vereint rund 35 Prozent des Vermögens auf sich«, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung im Sommer dieses Jahres errechnet. Das ist mindestens eine Million Euro Nettovermögen für etwa 1,5 Prozent der Erwachsenen. Verdammt viel Schotter: meistens geerbt, selten erarbeitet.

    Hinter jedem großen Vermögen steht ein Verbrechen, so Honoré de Balzac. Und bei einem Verbrechen bleibt es nicht, denn so viel Kapital soll Rendite bringen und Profite abwerfen. Nur als Beispiel: Oxfam, ein Verbund von Hilfs- und Entwicklungsorganisationen, hat am Dienstag eine Studie vorgelegt, die belegt, dass auch die Klimakatastrophe von sozialer Ungleichheit geprägt ist. Oxfam untersuchte den globalen Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) in den Jahren von 1990 bis 2015 und stellte fest, dass das reichste Prozent der Menschheit alleine 15 Prozent der globalen CO2-Emissionen verursachte, die reichsten zehn Prozent zusammen sogar 52 Prozent. Oxfam schlussfolgerte, man müsse die »Klima- und Ungleichheitskrise zusammen lösen«.

    Diese »Ungleichheitskrise« hat einen Namen: Kapitalismus. Erst der Zugriff auf Polizei und Militär, auf Börse, Gesetzgebung und Strafjustiz gibt wenigen Superreichen die Mittel in die Hand, ihre Vermögen weiter zu vergrößern – koste es, was es wolle. Das geht zum Beispiel so: Weil durch den Dannenröder Wald in Hessen eine Autobahn gebaut werden soll, muss der Wald weichen. Für die Just-in-time-Produktion am »Autostandort« Deutschland sind Straßen wichtiger als das Klima. Anstatt auf Eisenbahnen zu setzen und große Naturschutzgebiete einzurichten, wird planiert, was das Zeug hält. Und gibt es Protest, wie im Dannenröder Wald, dann ist die Polizei zur Stelle. Hessens Regierung aus Grünen und CDU hat die Behörden aufgeboten, um Bagger vor Umweltschützern zu schützen. Die jungen Leute, die sich in Baumhäusern eingerichtet haben, wollen bleiben. Einen Räumungsversuch haben sie bereits erfolgreich abgewehrt.

    Die Tageszeitung junge Welt steht auf ihrer Seite – wie überhaupt auf der der »armen« 90 Prozent der Bevölkerung. Denn wer die Zusammenhänge zwischen Armut und Reichtum, zwischen Umweltschutz und Profitinteressen verstehen will, muss die richtigen Fragen stellen.

    Die junge Welt gehört keiner Partei, keiner Kirche und keinem Großverlag und ist unabhängig von Anzeigenkunden. Sie leistet es sich, einen konsequent linken Standpunkt einzunehmen. Da wir großen Wert darauf legen, dass uns nicht einfach alles geglaubt wird, bieten wir unser ­dreiwöchiges kostenloses Probeabonnement an. Es endet nach drei Wochen automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Das geht zum Beispiel per Onlineformular unter jungewelt.de/probeabo. Wer die Welt verändern will, der muss sie verstehen.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft der Tageszeitung junge Welt

  • Die allermeisten Tageszeitungen sind sich in den Kernfragen einig, wenn es um die Eigentumsfrage und den Zugang zu den gesellschaftlichen Produktionsmitteln geht: privat geht vor kollektiv. Hier ist die junge Welt allein auf weiter Flur und setzt den herrschenden Verhältnissen jeden Tag etwas entgegen. Genau aus diesem Grund ist sie nicht nur in der deutschsprachigen Medienlandschaft, sondern auch für viele Menschen in ihrem Alltag unverzichtbar geworden.

    Wie vor Kurzem in der jungen Welt erwähnt, startet demnächst unsere Abo-Aktion mit dem Titel »Unverzichtbar«. Ab dem 2. Oktober kommen regelmäßig Leserinnen und Leser der jungen Welt zu Wort und erklären kurz und bündig, warum diese Zeitung aus ihrer Sicht unverzichtbar geworden ist. Dafür laden wir Leserinnen und Leser dazu ein, uns ein kurzes Statement mit einem Foto an aktion@jungewelt.de zu schicken. Ganz gleich, ob als Einzelperson oder politische Gruppe, ob mit Euch in voller Größe und Schönheit oder hinter der Zeitung versteckt, ob als Gewerkschafter, Rentner, Schüler, Student, Arbeitsloser, Angestellter, politischer Aktivist, Künstler etc. - wir freuen uns auf Eure Einsendungen!

    Vor einer Veröffentlichung kommen wir in jedem Fall auf Euch zu.

  • Zu Engels’ 200.

    Subskription: Im Verlag 8. Mai erscheint Ende November das »Kommunistische Manifest« mit selten gezeigten Arbeiten der Malerin Lea Grundig
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    Lea Grundig 1951

    Am 28. November 2020 – dem 200. Geburtstag von Friedrich Engels – erscheint im Verlag 8. Mai ein Buch mit einem der meistgelesenen Texte der Weltliteratur: dem Manifest der Kommunistischen Partei. Es ist 1848 im Auftrag des »Bundes der Kommunisten« von Karl Marx und Friedrich Engels für die Arbeiterklasse geschrieben worden. 1968 war in der DDR eine Sonderausgabe dieses Textes geplant, der durch Illustrationen der international bekannten Malerin und Grafikerin Lea Grundig (1906–1977) ergänzt werden sollte. Die Ausgabe kam nicht zustande.

    Der Verlag 8. Mai hat über das »Antiquariat Walter Markov« sechs Freigabemuster mit allen Andrucken des insgesamt elfteiligen Zyklus der Künstlerin erworben. Der Antiquar fand sie bei einer Geschäftsauflösung in einem Keller. Es sind jene Freigabemuster, auf denen Lea Grundig ihr Imprimatur für diese Ausgabe des »Kommunistischen Manifests« abgegeben hatte. Der Gedanke lag nahe, die nie vollständig ausgestellten elf Originale mit dem Text des ersten Programms der kommunistischen Bewegung nun zusammen herauszugeben. Deshalb sind die im Kupferstichkabinett Dresden aufbewahrten Originale für den Druck aufwendig vorbereitet worden. In diesem Buch glänzt der Schriftsteller und Journalist Dietmar Dath mit einem Essay. Kunsthistoriker Andreas Wessel beschäftigt sich in seinem Nachwort mit dem Werk Lea Grundigs und geht der Geschichte des Nichterscheinens der geplanten Ausgabe nach.

    Zur Subskription steht nun ein nummerierter Sonderdruck von 100 Exemplaren mit einem Umfang von zirka 128 Seiten. Zur Ausstattung zählen fester Leineneinband und Schutzumschlag, Fadenheftung, ein Lesebändchen sowie die Subskribentenliste. Der Text des Manifests einschließlich Engels’ Vorwort von 1888 wird aus den Marx-Engels-Werken übernommen. Der Subskriptionspreis beträgt 80 Euro.

    Alle Subskriptionsexemplare sind bereits vergriffen.

  • Auf die Straße

    Am 25.9. Demonstrationen gegen Klimakatastrophe. Das jW-Protestabo liefert Fakten zur Erderwärmung
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    jW-Verteiler bei der 1.-Mai-Demo des DGB in Berlin

    Heller Aufruhr in deutschen Unternehmen. Bisher schien man in den Chefetagen die 2015 in Paris festgelegten Klimaziele durch »grünwaschende« Werbung erreichen zu wollen. Seit vielen Monaten kann man an jeder Straßenecke Plakate bestaunen, mit denen die Firmen die Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte bewerben. Kurz vor dem nächsten großen Aktionstag von »Fridays for Future« am 25. September will nun auch die offizielle EU-Politik in Person von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufs Gaspedal treten und fordert: Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden.

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) steckt in der Zwickmühle: Zum einen ist die chinesische Konkurrenz in der Produktion von Elektromobilen um Längen voraus, was den eigenen Profit zukünftig erheblich schmälern wird. Zum anderen sind die vom BDI auf 2,3 Billionen Euro geschätzten Kosten für den Umbau der Produktionsstätten enorm. Diese Ausgabe habe »die Allgemeinheit zu tragen«, wurde der BDI-Präsident Dieter Kempf am Freitag in der jW zitiert. Er hatte auf dem sogenannten Klimakongress des Verbandes gesprochen.

    Die Sache ist für die Kapitalseite also klar: Die Kosten für Coronapandemie wie Klimakrise trägt der Steuerzahler – und die des notwendigen Umbaus der gesamten Wirtschaft auch!

    Das sehen wir völlig anders. Die Berichterstattung der jW stellt Klima, Soziales und Ökonomie in ihrem dialektischen Zusammenhang dar. Und das nicht aus dem Blickwinkel der Herrschenden, sondern dem der arbeitenden Bevölkerung, aber auch dem der Marginalisierten. Täglich informiert sie über die Machenschaften der Konzernetagen sowie über Streiks und Proteste dagegen.

    Unsere Aboaktion geht nun in die Schlussphase. Noch können Sie für nur 62 Euro drei Monate lang die junge Welt lesen. Unsere Kampagne ist übrigens so angelegt, dass sich Menschen mit weniger Geld auch um ein Freiabo bewerben können. Nutzen Sie den nebenstehenden Coupon oder bestellen Sie unter: jungewelt.de/protest-abo bzw. unter 0 30/53 63 55-80, -81, -82.

    Aktionsbüro

    junge Welt sucht Unterstützer

    An über 200 Orten ruft die Bewegung »Fridays for Future« auf, am 25. September zu demonstrieren. Die jW ist bei einigen dieser Aktionen dabei. Aber es fehlt noch tatkräftige Unterstützung für das Verteilen der Tagesausgabe in Kiel, Jena, Dortmund, Augsburg, Passau, Stuttgart und anderen Orten. Bitte melden Sie sich beim Aktionsbüro bis Montag, 21.9., 16 Uhr: aktionsbuero@jungewelt.de oder 0 30/53 63 55-10

  • Das Moria-Potential

    Protest gegen Asylpolitik bietet allen Bewegungen Anlass mitzumachen. Ein jW-Abo ist dabei hilfreich
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    Immer dabei: junge Welt

    Moria ist abgebrannt. Das Flüchtlingslager und das US-Folterlager Guantánamo zählen zu jenen Orten auf der Erde, wo die Missachtung der Werte von Liberté, Egalité, Fraternité, die das Bürgertum für sich beansprucht, alle aufrechten Menschen empören muss. Die meisten der rund 13.000 Geflüchteten auf der griechischen Ägaisinsel Lesbos sind aktuell ohne Wasser, Lebensmittel und Schlafplatz und irren auf der Insel herum. Die Polizei setzt Tränengas ein.

    Die Reaktion der Politik ist dreist. Griechenlands rechte Regierung hat sich auf Brandstiftung durch Flüchtende als Ursache für die Feuer festgelegt. Regierungssprecher Stelios Petsas wettert: Es handele sich um Menschen, die »ihr Gastland nicht respektieren« und sie seien die eigentlichen Schuldigen an dem Feuer. Dabei gibt es Berichte von Flüchtlingshelfern über faschistische Gruppen, die schon öfter versucht hatten, das Lager anzuzünden. Und unter den unmenschlichen Bedingungen gerieten öfter Stoffetzen in der Nähe von Gaskochern in Brand.

    Die deutsche Politik ist vom Helfen weit entfernt. Hessens CDU-Europaministerin lehnte die Aufnahme von Geflüchteten rigoros ab: »Dieser Gewaltausbruch einiger darf nicht belohnt werden.« »Die Bilder des brennenden Flüchtlingscamps lassen uns auch fragen, was einige Menschen dazu bringt, ihre sichere Unterkunft in Europa anzuzünden.« Innenminister Horst Seehofer (CDU) inszenierte eine Verzögerungstaktik. Er will eine europäische Lösung, bevor die Bundesregierung Zusagen macht.

    Gegen diesen Regierungskurs gehen immer mehr auf die Straße. Am Donnerstag waren es bei 50 Aktionen mehrere zehntausend. Für die Folgetage sind weitere Proteste geplant: Alle Lager müssen aufgelöst und die Geflüchteten aufgenommen werden. Die Abschottungspolitik der EU und insbesondere der BRD muss aufhören. Der Blick der Demonstranten weitet sich: Die Fluchtursachen sind Vertreibung durch Kriege, den NATO-Staaten unter dem Deckmantel der Dschihadistenbekämpfung angezettelt haben. Sind Vertreibung durch große Unternehmen, die riesige Monokulturen anlegen, und sind Versteppung des fruchtbaren Bodens wegen der fehlerhaften Energiepolitik der Industriestaaten. All das und mehr kommt hier zusammen. Alle Bewegungen können sich hier verbinden: Friedens-, Umwelt-, Flüchtlingsbewegung …

    All dies kommt in der jungen Welt zusammen. Sie ist für vieles eine wichtige, nicht selten sogar die einzige Informationsquelle. Diese Tageszeitung liefert die Fakten und Zusammenhänge, so dass sich jeder sein eigenes Bild vom Zustand der Welt machen kann. Daher bieten wir allen Interessierten das dreimonatige unverbindliche Protest-Abo an. Es kostet weniger als die Hälfte des normalen Preises.

    Verlag und Redaktion

    Unser Aktionsbüro ist unter aktionsbuero@jungewelt.de oder telefonisch unter 0 30/53 63 55 10 erreichbar.

  • Unverzichtbare junge Welt

    Gesichter und Statements für die neue Abo-Aktion gesucht
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    Nein, weder Morgenkaffee noch Feierabendbier sind explizit gemeint, wenn die junge Welt demnächst mit dem Slogan »Unverzichtbar« wirbt. So lautet das Motto unserer nächsten Aboaktion ab 2. Oktober. Vielmehr machen wir damit deutlich, dass eine prinzipienfeste, radikal kritische Tageszeitung durch nichts zu ersetzen ist für all diejenigen, die die Verrohung der Politik nicht hinnehmen wollen. Unverzichtbar für all jene, die einen Zustand verhindern wollen, den der Philosoph Herbert Marcuse »Gesellschaft ohne Opposition« nannte.

    Nur ein vom Kapital unabhängiges Medium kann dem oben formulierten Anspruch gerecht werden. Darum ist die junge Welt konkurrenzlos im deutschsprachigen Raum. Welches Blatt sonst druckt ab, was das russische Außenministerium angesichts der bisher unbewiesenen Beschuldigungen wegen des mutmaßlichen Giftanschlags auf den Oppositionellen Alexej Nawalny zu sagen hat? Welches Blatt bezieht sich grundsätzlich positiv auf die DDR, ohne Unzulänglichkeiten zu verschweigen? Oder wer berichtet über das sozialistische Kuba, geschweige denn über die himmelschreienden Folgen des US-Wirtschaftskrieges gegen das Land.

    Mit dem Slogan »Unverzichtbar« beziehen wir uns auf das Motto der ersten Aktion nach der Verlagsneugründung vor 25 Jahren, als die junge Welt unter der Überschrift »Unbankrottbar« den Kampf für ihren Erhalt aufnahm. Damals kamen viele neue Leserinnen und Leser hinzu, so dass wir mit dem so verstärkten Abofundament bis heute täglich eine Zeitung mit marxistischem Anspruch realisieren können. Jetzt steht jW vor anderen Problemen: viele Medien schwenken mehr oder weniger schnell auf Anpassung um. Es braucht also eine starke linke Stimme. Geben Sie uns dafür Ihr Statement.

    Für unser geplantes Vorhaben sind wir auf Sie, liebe Leserinnen und Leser, angewiesen: Schicken Sie uns Ihre Antwort auf die Frage: Was macht die junge Welt für Sie unverzichtbar? Warum ist sie aus Ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken? Und das möglichst kurz formuliert mit einem Foto von Ihnen. Ganz gleich, ob langjähriger Wegbegleiter oder neuer Abonnent, aus welcher Himmelsrichtung, ob alt, jung, allein oder als Gruppe, etwa als Leserinitiative. Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen.

    Aktionsbüro

    Einsendungen bitte an aktion@jungewelt.de mit Betreff: »Unverzichtbar«

  • Lesestoff für eine bessere Zukunft

    Jetzt jW-Verteilexemplare für Klimastreik am 25. September bestellen

    Die »Fridays for Future«-Bewegung ruft am 25. September zum globalen Klimastreik auf. Hierzulande soll in über 170 Städten gestreikt und ein deutliches Zeichen für konsequenten Klimaschutz gesetzt werden. Ein breites Bündnis unterstützt den Aktionstag. Gründe, auf die Straße zu gehen, gibt es genug. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Kurz vor der Sommerpause wurde mit den Stimmen der großen Koalition das Kohlegesetz verabschiedet, das die Verstromung des fossilen Energieträgers noch verlängert. In Brasilien werden immer größere Teile des Regenwaldes aus Profitinteressen vernichtet.

    Was die Ursachen der Erderwärmung und Naturzerstörung angeht, spricht die junge Welt Klartext: »Das Problem heißt Kapitalismus«, titelte diese Zeitung zum Klimastreik im November des vergangenen Jahres. Wir legen offen, wie die ökologische Krise untrennbar mit der Klassengesellschaft verbunden ist – elementares Rüstzeug für all jene, die für die Abwendung der schlimmsten Folgen der Klimakatastrophe kämpfen wollen. Eine wichtige Gelegenheit also, um mit der jungen Welt präsent zu sein, kostenlose Tagesausgaben zu verteilen und damit die jW bekannt zu machen.

    Deshalb rufen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, dazu auf, Verteilexemplare zu bestellen. Diese liefern wir bei einer Menge von unter 300 Stück in der Regel an einen Pressehändler in der Nähe, bei größeren Mengen direkt zu Ihnen nach Hause. Bitte helfen Sie mit, damit möglichst viele Klimastreikende den richtigen Lesestoff für eine bessere Zukunft in den Händen halten können. Nur Bestellungen, die bis zum 21. September bei uns eingehen, können berücksichtigt werden.

    Kommunikation/Aktion

    Unser Aktionsbüro ist unter ­aktionsbuero@jungewelt.de oder telefonisch unter 0 30/53 63 55 10 erreichbar.

  • Für wen schaffen wir das?

    Spätbürgerliche Humanität verbirgt gerne ihre eigentlichen Zwecke. Zur Aufklärung wird auch deshalb eine Zeitung wie die junge Welt dringend benötigt
    Andreas Hüllinghorst
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    »Anker-Zentren« zementierten in der Bevölkerung die Trennung zwischen »wir« und »die«, so eine Studie 2018. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und sein saarländischer Amtskollege Klaus Bouillon (CDU/29.10.2018)

    »Wir schaffen das!« ließ die Bundeskanzlerin Angela Merkel vor fast genau fünf Jahren verlauten. Hintergrund war die damals so genannte Flüchtlingskrise. Auf dieses politisch aufgeladene Wort hatten sich Politik und Medien geeinigt. Ein Unwort, das unterstellt, die Flüchtenden seien verantwortlich für die Verschlechterung der Lebensbedingungen der einheimischen Bevölkerung. Dabei ging es der Wirtschaft vorrangig um kostenlos ausgebildete Kräfte und um eine günstige Gelegenheit, Lohnkosten zu senken und arbeitende Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Zugleich hieß es aus dem rechten Lager – das nicht erst bei der CDU anfängt und auch nicht bei der NPD aufhört – »Umvolkung!«, »Lohndrücker!«, »Kinderschänder!« usw.

    Merkel hatte aber die »Zivilgesellschaft« auf ihrer Seite. Auch so ein ideologisch angereichertes Wort. Es drückt den Anspruch aus, gemeinsam nach humanitären Normen zu handeln – und eben nicht vorrangig nach staatlichen, militärischen oder ökonomischen Leitlinien. Und das taten viele, vor allem Besserverdienende, aus der BRD dann auch. Sogar dem Entrüstungssturm von AfD und deren Verbündeten bei Pegida und in der CDU hielten Merkel und Teile der Mittelschicht stand. Aber sie fragten nicht, warum die Menschen beispielsweise aus Afrika oder dem Nahen Osten ihre Länder verließen. Sie sprachen nur vereinzelt von Neokolonialismus, Landraub, Vertreibung, importierten Kriegen, extremer Dürre, Hungersnot. Immerhin half man. Aber weiter schaut das spontane Bewusstsein nicht.

    Heute ist es anders. Die »Umvolkungs«-Beschwörer sind dabei, die Zivilgesellschaft zu kapern. CSU-Innenminister Horst Seehofer konnte vor wenigen Tagen in seiner Auswertung dieser fünf Jahre »Wir schaffen das!« beruhigt feststellen: Man habe Ordnung geschaffen und durch die »Reduzierung der Einwanderungszahlen« »Humanität praktiziert«.

    Die junge Welt sieht das nicht so. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht ertrunken. Der EU-»Grenzschutz« wird regelmäßig verschärft. Die Geflüchteten sind zumeist in Ghettos eingepfercht, auf die in den letzten fünf Jahren um die 2.000 Brandanschläge verübt worden sind. Mindestens die Hälfte der Asylanträge in der BRD wurde abgelehnt. Die Kriege in den Herkunftsländern vieler Flüchtender toben bis heute, auch mit deutscher Beteiligung (Soldaten, Kriegsgerät). Deutsche Agrarunternehmen kaufen in Afrika weiterhin riesige Ländereien für Monokulturen und vertreiben die angestammte Bevölkerung. Kurzum: So wichtig es ist zu helfen, so wichtig ist es, die Ursachen des Elends zu kennen und zu bekämpfen. Darum informiert junge Welt über Hintergründe und Zusammenhänge – zur Lage der Flüchtenden und zu anderen Themen. Nutzen Sie unser dreimonatiges, unverbindliches Protestabo zum unschlagbar günstigen Preis, mit dem sie unser Versprechen prüfen können. Damit unsere Leserinnen und Leser hoffentlich bald auch im Kampf für bessere Lebensverhältnisse sagen können: »Wir schaffen das!«

    jungewelt.de/protest-abo

    Bestellungen unter: jungewelt.de/protest-abo oder unter 0 30/53 63 55-10

  • Nicht jeden Dreck fressen

    Gerade in diesen Tagen wird eine Zeitung wie die junge Welt dringend gebraucht
    Dietmar Koschmieder
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    Emil Carlebach, der Gründer der VVN

    Wir leben nicht mehr in Zeiten, in denen frühere NSDAP-Kader der alten Bundesrepublik als Richter, Regierungsberater, Ministerpräsidenten, Bundeskanzler, Bundespräsidenten, Geheimdienstchefs und Bundeswehr-Generäle dienen durften. Das liegt leider nicht daran, dass diese Gesellschaft mittlerweile konsequent antifaschistisch geworden ist. Sondern ausschließlich daran, dass die Faschisten von damals mittlerweile tot oder fast tot sind. Neonazis hingegen konnten mit ihrem Sieg-Heil-Gebrüll der vergangenen Jahre kaum Machtpositionen erringen – auch deshalb nicht, weil sie als Rettungsanker für die dahinsiechende kapitalistische Gesellschaft noch nicht gebraucht wurden.

    Mit den nächsten Krisen und dem weiteren Niedergang des Kapitalismus ändert sich dies. Schon sitzen Nazis wieder in Parlamenten. Schon ist der Konsens, dass Faschisten keinesfalls Bündnispartner sind, sondern vielmehr bekämpft werden müssen, wo immer es geht, gehörig aufgeweicht. Selbst bei Leuten, die sich mal für links gehalten haben oder sich noch immer für links halten. Das neue Zauberwort, unter dem man sich verbrüdert, heißt »Freiheit« – und die ist bekanntlich immer die der Andersdenkenden, also vor allem die der Nazis. Die werden sich aber mit bürgerlich-parlamentarischen Palaverplätzchen nicht lange zufriedengeben. Schon sind sie dabei, die Kreide auszuspucken, mit deren Hilfe es ihnen gelungen ist, viele über ihre wahren Absichten zu täuschen. Sie werden offen auf die rassistisch-nationalistische Karte und auf neue gewaltige Kriege setzen, denn nur so ist der Kapitalismus noch zu retten. Ihnen auf den Leim gehen vor allem jene, die immer mehr auf Grundlage von Irrationalismen denken und handeln. Und solche Leute gibt es immer mehr.

    Deshalb wird gerade in diesen Tagen eine Zeitung wie die junge Welt so dringend gebraucht. Der Antifaschist Emil Carlebach, Mitbegründer der Frankfurter Rundschau und der VVN, brachte das schon am 24. Dezember 1997 in der jungen Welt auf den Punkt: »Man kann gar nicht soviel fressen, wie man kotzen möchte – ein Zitat von 1933; aber wie aktuell ist es heute wieder! Wer nicht jeden Dreck fressen will, der hält zu der Tageszeitung junge Welt

    Drei Monate Tageszeitung junge Welt für 62 Euro! Jetzt bestellen:
    jungewelt.de/protest-abo

  • Bildet Banden!

    Wie die XXVI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9. Januar 2021 stattfinden wird
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    Florian Boillot

    Nach Gesprächen mit den Vermietern der Konferenzräume für die Rosa-Luxemburg-Konferenz wurde deutlich: Die Tageszeitung junge Welt, das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus und die unterstützenden Organisationen müssen für das kommende Jahr umdenken. Denn die Raum- und Besucherkonzepte, die uns wegen der Coronaauflagen vorgeschlagen werden, lassen höchstens ein Fünftel der ansonsten üblichen 3.000 Besucher zu – bei bleibenden oder sogar höheren Mietkosten.

    Die Konferenz wird trotzdem stattfinden. Allerdings haben wir uns entschlossen, sie live zu streamen. Jeder kann also von zu Hause aus an der Konferenz teilnehmen und das Geschehen am Bildschirm mitverfolgen. Die Struktur der Veranstaltung aber soll bleiben: Mit einer Vernissage wird die Kunstausstellung »Sozialismus oder Barbarei« eröffnet, es wird ein digitaler Rundgang durch die Exposition angeboten. Es werden mindestens fünf internationale Referenten begrüßt, Mumia Abu-Jamal wird aus der Gefängniszelle zu uns sprechen. Auch der 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sowie der 150. Jahrestag der Kämpfe der Pariser Commune werden angemessen berücksichtigt. Zudem sind eine Runde mit Aktivisten, die abschließende Podiumsdiskussion und ein vielfältiges Kulturprogramm geplant. Das bedeutet aber auch, dass der technische Aufwand für die Konferenz deutlich höher sein wird als bisher. Zumal wir versuchen, neben dem deutschen auch einen englischen und spanischen Sprachkanal zur Verfügung zu stellen. Fest steht: Wir werden jede Menge neuer Erfahrungen und Ideen sammeln müssen, um auch unter den geänderten Bedingungen eine optimale Veranstaltung zu realisieren. Das betrifft genauso die Finanzierung der nächsten Konferenz, die diesmal nur über Spenden funktionieren kann.

    Die Rosa-Luxemburg-Konferenz bleibt die wichtigste regelmäßig stattfindende Konferenz der deutschsprachigen Linken. Neue Erkenntnisse und das Zusammengehörigkeitsgefühl, welches Kraft für die kommenden Monate spendet und alle Teilnehmenden für die nächsten politischen Kämpfe stärkt, soll auch unter erschwerten Bedingungen vermittelt werden. Zwar ist uns klar, dass ein tatsächliches Zusammentreffen von vielen tausend Menschen, die die bestehenden Verhältnisse nicht nur kritisieren, sondern auch überwinden wollen, über den digitalen Weg kaum ersetzt werden kann. Aber vielleicht gelingt es ja in Berlin, einen größeren Saal für jene anzumieten, die von weit her in die Hauptstadt kommen, um am Sonntag an der traditionellen Ehrung von Rosa und Karl teilzunehmen. Denn die findet nach Angaben der Veranstalter auf jeden Fall am 10. Januar 2021 statt. Aber auch anderswo könnte so etwas organisiert werden: Kommt in euren Städten zusammen und verfolgt gemeinsam im angemieteten Saal die Konferenz. Das geht als Kleingruppe auch im Wohnzimmer. Deshalb: Bildet Banden!

    RLK-Vorbereitungsgruppe

  • Zeitung gegen Krieg

    junge Welt als Mittel der Information, Aufklärung, Gegenwehr
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    »Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.« Die Worte des sozialistischen Politikers und Publizisten Jean Jaurès bringen es auf den Punkt. Die auf Privateigentum und Profit basierende Gesellschaftsordnung führt früher oder später zum Krieg als letztem Mittel der Macht- und Profitsicherung. Gerade in Krisenzeiten steigt die Kriegsgefahr. Die Coronapandemie lässt die Krise des Kapitalismus noch deutlicher zu Tage treten. Da bedarf es der Ablenkung und Täuschung. Mit den Säbeln wird immer lauter gerasselt und da und dort zugeschlagen. Die NATO erklärt inzwischen offen, dass Russland und China als künftige Kriegsgegner betrachtet werden.

    Die Tageszeitung junge Welt schreibt gegen Kriegstreiber und imperialistische Kriege an. Klar und konsequent. Die strikte Antikriegshaltung ist eine der zentralen journalistischen Grundhaltungen seit Gründung der jungen Welt im Jahr 1947 und dem Neuanfang 1995 im Verlag 8. Mai. So erscheint am kommenden Mittwoch eine achtseitige Beilage »Krieg & Frieden«, die sich ausführlich mit drohender Kriegsgefahr, atomarer Aufrüstung und der Positionierung der Umweltbewegungen in Friedensfragen beschäftigen wird.

    Am 1. September 1939 überfiel das faschistische Deutschland Polen und entfesselte den Zweiten Weltkrieg – mit verheerenden Folgen für die gesamte Menschheit. An diesem Tag finden vielerorts Veranstaltungen statt, aktive Leserinnen und Leser werden dort die junge Welt verteilen. Ihre Zeitungsbestellung können Sie über unser Aktionsbüro organisieren.

    Die junge Welt bietet Berichte, Analysen und Hintergründe für all jene, die sich den Kriegstreibern entgegenstellen. Das Protestabo bietet die Gelegenheit, dies nachzuprüfen. Drei Monate werktägliche Zustellung kosten nur 62 Euro. Das Abo endet automatisch und muss nicht abbestellt werden. Dank einiger Leserspenden können wir auf Antrag auch dreimonatige Freiabos vergeben.

    Kommunikation/Aktion

    Nutzen Sie den nebenstehenden Coupon oder bestellen Sie unter: jungewelt.de/protest-abo

    jW-Verteilexemplare für den 1. September können bis 28. August 2020 beim Aktionsbüro geordert werden (aktionsbuero@jungewelt.de oder 030 53 63 55 10).