Schüler, Studenten und Lehrer gehen in Athen gegen Kürzungen und Aufrüstung auf die Straße. Auch in Albanien und Italien wächst der Protest, die Regierungen setzen derweil auf Repression.
Die italienische Abgeordnetenkammer hat am Donnerstag das neue Wahlgesetz der Regierung Giorgia Meloni endgültig verabschiedet. Die Opposition hielt im Plenum Schilder mit der Aufschrift »Betrugsgesetz« hoch.
Die Wahlreform von Giorgia Meloni soll dem Rechtslager den Mehrheitsbonus sichern und alle Parteien ausschließen, die nicht im Parlament sitzen. Das würde vor allem die radikale Linke treffen.
Nach drei gescheiterten Kandidaten setzt Präsident Nicușor Dan auf einen parteilosen ehemaligen Botschafter für die Regierungsbildung. Seit Mai amtiert ein Übergangskabinett. Scheitert er erneut, drohen Neuwahlen.
Die US-Botschafterin in Griechenland hat sich bei einem Bankett mit dem Aus für Rumäniens Regierung unter Premier Bolojan gebrüstet. Athen schwieg zu dem Vorfall, später folgte ein halbes Dementi.
Vier Monate nach dem Sturz der Regierung findet auch der designierte Premier Mureșan keine Mehrheit. Die Sozialdemokraten sind längst im Wahlkampfmodus, die extreme Rechte profitiert.
Tierpest und Schafspocken sind bei rumänischen Ziegen und Schafen ausgebrochen. Die Hirten wehren sich gegen Keulungen und besetzen den Platz vor dem Regierungssitz. Ultrarechte mischen sich ein und zetteln Schlägereien mit der Polizei an.
Während Ankara die Situation in der Ägäis erneut mit Expansionsplänen anheizt, verlegt Athen seine »Patriot«-Luftabwehrraketen dorthin, wo die USA sie für ihren Krieg gegen Iran brauchen.
Der Verkäufer des Grundstücks für das geplante Luxusresort an der adriatischen Küste ist nun Gegenstand von Ermittlungen. Der Beschuldigte lebt in Miami und weist die Vorwürfe gegen ihn – unter anderem wegen gefälschter Eigentumsdokumente – von sich.
Es hat lange gedauert, aber nun sind Ermittlungen zu dem geplanten Luxusresort in einem Schutzgebiet an der Adria aufgenommen worden. Politisch Verantwortliche als Verdächtige sucht man jedoch vergeblich.
Historischer Donautiefstand: Die Marine musste Felsen im Fluss sprengen, um den Betrieb eines Atomreaktors zu sichern; ein Projekt, das diese Krise verhindert hätte, liegt seit April 2024 mitsamt Genehmigung in einer Ministeriumsschublade.
Die Beschäftigten des rumänischen Gesundheitssystems haben unbefristet die Arbeit niedergelegt. Sie kämpfen gegen Kürzungen bei Löhnen und bei der Versorgung. Hintergrund sind Bedingungen von EU und Weltbank im Gegenzug für Finanzmittel.