Die aktuellen Proteste beschleunigen nicht nur den Niedergang der Mitte. Sie dürften auch die Konfrontation zwischen Le Pen und Mélenchon verändern. Die politische Tagesordnung verschiebt sich.
Die Schülerproteste in Frankreich halten an. Lehrer und Anwälte solidarisieren sich. Derweil berät die Nationalversammlung den Haushalt. Mit dem bestehenden Staatsdefizit werden Kürzungen begründet.
In Frankreich kam es am Dienstag zu landesweiten Blockaden und Schließungen von Schulen. Eltern, Lehrer und Studenten stellen sich hinter die Schülerbewegung. Gewerkschafter schützen die Proteste vor der Polizei
15jähriger verliert durch eine Polizeigranate seine Hand bei den Schülerprotesten in Frankreich. Vor dem Aktionstag am Dienstag fürchtet die französische Regierung ein »Zusammenwachsen der Kämpfe«. Schüler, Studenten und Gewerkschaften rücken zusammen.
Frankreich erlebt einen heißen Herbst. Was vor zehn Tagen mit der Blockade eines Lycées in der Pariser Banlieue begann, hat sich zu einer landesweiten Protestbewegung gegen die Kürzungspolitik der Regierung entwickelt.
Auf den Schulhöfen wächst der Unmut: In immer mehr Städten gehen Frankreichs Schüler gegen Lehrermangel, überfüllte Klassen und den Verfall ihrer Schulen auf die Straße. Die Protestwelle von Créteil bis Lille erhöht den Druck auf die Regierung spürbar.
Rente runter, Rüstung rauf: Macrons letzter Haushalt. Nach zehn Jahren Macron sind Schulden, Armut und Ungleichheit gestiegen. Ausgerechnet Marine Le Pens RN könnte nun dafür sorgen, dass der letzte Staatsetat der Macron-Ära durchkommt.
Der Irankrieg stellte den Zusammenhalt der Staaten auf dem BRICS-Gipfel in Neu-Delhi am Wochenende auf die Probe. Doch das Staatenbündnis zeigt demonstrativ Eintracht trotz offensichtlich unterschiedlicher Interessen.