-
25.01.2008
- → Feuilleton
Nur klingende Münzen
Die Boxer Vitali und Wladimir Klitschko sind keine Künstler, wenn sie als Darsteller in TV-Spots für Kindersnacks und Papiertaschentücher werben. Dies hat das Bundessozialgericht am Donnerstag in Kassel entschieden. Damit setzte sich die Künstlersozialkasse nicht mit ihrer Auffassung durch, daß die Klitschko-Brüder als Darsteller Beiträge zahlen müßten. Die KSK hatte von der Vermarktungsagentur 25164 Euro gefordert. Ihr Argument: Die Boxer hätten in den Werbespots anhand eines klaren Handlungsablaufs verschiedene Szenen gespielt. Dagegen sagte der Rechtsanwalt der Klitschko-Vermarktungsagentur, Bernd Roock, die Brüder seien nur wegen ihres Bekanntheitsgrades eingesetzt worden. »Es ging nur darum, die Marke Klitschko in klingende Münze umzuwandeln.« Dieser Auffassung folgte das Gericht.
(AP/jW)
(AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton