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Nur klingende Münzen

Die Boxer Vitali und Wladimir Klitschko sind keine Künstler, wenn sie als Darsteller in TV-Spots für Kindersnacks und Papiertaschentücher werben. Dies hat das Bundessozialgericht am Donnerstag in Kassel entschieden. Damit setzte sich die Künstlersozialkasse nicht mit ihrer Auffassung durch, daß die Klitschko-Brüder als Darsteller Beiträge zahlen müßten. Die KSK hatte von der Vermarktungsagentur 25164 Euro gefordert. Ihr Argument: Die Boxer hätten in den Werbespots anhand eines klaren Handlungsablaufs verschiedene Szenen gespielt. Dagegen sagte der Rechtsanwalt der Klitschko-Vermarktungsagentur, Bernd Roock, die Brüder seien nur wegen ihres Bekanntheitsgrades eingesetzt worden. »Es ging nur darum, die Marke Klitschko in klingende Münze umzuwandeln.« Dieser Auffassung folgte das Gericht.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.01.2008, Seite 13, Feuilleton

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