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Kanalisation für alle

Toiletten und Handwaschbecken könnten nach Angaben der WHO jedes Jahr Hunderttausenden Kindern das Leben retten. Jährlich sterben weltweit 1,8 Millionen Menschen an Durchfallkrankheiten, vor allem weil Sanitäranlagen fehlen, sagte der für den Westpazifik zuständige WHO-Direktor Shigeru Omi in Seoul. 90 Prozent der Opfer seien Kinder unter fünf Jahren. «Durchfall ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern in Entwicklungsländern.» Omi zitierte wissenschaftliche Studien, nach denen bessere sanitäre Anlagen die Zahl der Durchfalltoten um knapp ein Drittel senken könnten. Derzeit leben rund 2,6 Milliarden Menschen ohne Toiletten. Die UNO will diese Zahl bis 2015 halbieren. Die Kosten dafür werden mit jährlich rund zehn Milliarden Dollar (rund 6,7 Milliarden Euro) veranschlagt. Das sei etwa soviel, wie die Europäer alljährlich für Eiscreme ausgäben, betonte Omi – und weniger als ein Prozent der internationalen Rüstungsausgaben im Jahr 2005. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2007, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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